Advents-Steckbriefe 2016:
Wolfgang Lederhaas

11. Dezember 2016
Wolfgang Lederhaas

Einen schönen 3. Advent wünsche ich euch! Im Sommer habe ich auf dem NaturkosmetikCamp eines der inspirierendsten Zehn-Minuten-Pausengespräche überhaupt geführt – und zwar mit Wolfgang Lederhaas, Gründer von LEDERHAAS Cosmetics, der mit mir über Kosmetik, Literatur, Fotografie, Philosophie und die Antriebsfedern des Lebens plauderte. Ein Gespräch, an das ich danach noch sehr oft gedacht habe! Im heutigen Advents-Steckbrief lernt ihr den Schöngeist und Ästheten etwas näher kennen:

1. Was magst du an deinem Beruf am meisten?

Die Vielseitigkeit meines Berufes als Naturkosmetikentwickler und Parfumeur mag ich sehr. Sie erlaubt mir, Pflanzenwissen mit Forschung, Intuition mit methodischer Planung, Duft und Kosmetik, Natur und Kultur zu verbinden und dabei verschiedenste Wissensgebiete und Zugänge kreativ miteinander zu verknüpfen.

2. Morgenmuffel oder Early Bird?

Die frühen Morgenstunden haben eine besondere Frische, sie erlauben klare Gedanken und neuen Zugang zu laufenden Projekten. Voraussetzung dafür ist aber: Man schafft es, sich zuerst den kreativen Dingen zu widmen und nicht gleich morgens die Inbox zu checken.

3. Was wolltest du als Kind später mal werden?

Offenbar wollten alle etwas werden als Kind. Ich nicht. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich diesen Wunsch hatte. Und ich finde es schön, offenbar ganz in mir geruht zu haben und im Jetzt aufgegangen zu sein.

4. Drei Naturkosmetik-Produkte, auf die du nicht mehr verzichten möchtest:

  • Eine gute Pflanzenseife – ist ein Stück Pflegekultur
  • Bergkernsalz zu feinem Staub vermahlen – für einfache, wirksame Detox Bäder und zum Zähneputzen
  • LEDERHAAS Bodywash rock salt – waldfrischer Morgen-Kick mit Douglasie und Zeder.

5. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Das Buch „Die Intelligenz der Pflanzen“.

6. Wer oder was ist deine größte Inspirationsquelle?

Die Dichter, Poeten und Schriftsteller der Romantik. Sie bieten mir unendlich viel Inspiration. In einer Zeit, in der alles auf Selbstoptimierung und Maximierung ausgerichtet ist, verweisen sie auf die Sehnsucht, die Emotionalität, das Fühlen und die Schönheit. Schönheit nicht als Luxus- oder Lifestyle-Accessoire, sondern als ästhetische Qualität, die das Leben erfüllt, vertieft und manchmal auch verzaubert. Zum Beispiel, indem wir das Große finden in den kleinen, intensiven Momenten des Alltags.

7. Deine liebste Beschäftigung an einem freien Sonntag?

Ausgiebig Musik hören und lange gemütlich frühstücken, danach mit einem guten Buch auf die Couch.

8. Bei welchem Lied singst du ganz laut mit?

Musik ist mein Leben. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Kein Tag, an dem ich nicht singe oder sogar musiziere. Das nenne ich dann nicht Hobby, es ist aber auch nicht mein Beruf. Von Monteverdi bis Soap&Skin (einer österreichischen Band). Bei der Arie „Largo al factotum“ aus Rossinis Barbier von Sevilla muss ich innerlich lachen, da singe ich gerne mit. Auch in der Version von Tom & Jerry. Dieser gestresst Barbier – so fühle ich mich manchmal.

9. Was darf an Weihnachten auf gar keinen Fall fehlen?

Lichter, Freunde und Familie. Für mich ist Weihnachten auch verbunden mit Wintersonnwend, dem Aufwärts nach der dunkelsten Nacht des Jahres, mit einem Innehalten und dem Besinnen auf das, was Wärme, Verbundenheit und Nähe in unser Leben trägt.

10. Was war dein persönliches Highlight 2016?

Mein persönliches Highlight war wie jedes Jahr der Urlaub an meinem Seelenort, Altaussee. Dort verbringe ich seit vielen Jahren Zeiten des Rückzugs, der Stille und dem Verbinden mit der Natur, den Pflanzen, den Elementen. Stein, Fels, Wasser, Wald. Ein stiller Morgen bei Sonnenaufgang am See ist wie ein heilsame Berührung. Und ich war erstmals am Grab meines so verehrten Dirigenten, Nikolaus Harnoncourt. Ein besonderer Moment. May he rest in peace.

Herzlichen Dank, Wolfgang Lederhaas!

Foto Credit: Wolfgang Lederhaas

Alle Advents-Steckbriefe aus diesem Jahr findet ihr hier.

Die Literaten der Romantik als Inspirationsquelle, Musik als Lebenselixier, ein gemütlicher Sonntag mit Buch auf der Couch, Rückzug in die Natur zum Krafttanken – Wolfgang Lederhaas ist mir einfach sehr sympathisch. Wie verbringt ihr eigentlich eure Sonntage am liebsten?

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply Kate 15. Dezember 2016 at 22:03

    Oh ja, ich liebe Musik und Nikolaus Harnoncourt war ein ganz besonderer Musiker. Um die frühen Morgenstunden am See beneide ich ihn ein bißchen, denn da schlaf ich leider fast sm besten und hätte nichts davon, auch wenn ich mich aus dem Bett quäle. Aber das Lederhaas Duschgel klingt wie von dieser Morgenstimmung inspiriert und das werde ich mir auf jeden Fall gönnen.

    • Reply Herbs & Flowers 15. Januar 2017 at 11:42

      Geht mir auch so – die Stille und Unberührtheit der Morgenstunden hat einen ganz eigenen Zauber, den ich aber im Zweifelsfall auch einfach verschlafe. 😀

    Hinterlasse einen Kommentar

    commentluv