Die Suche nach dem perfekten Sonnenschutz: ein Update

21. August 2017
sonnenschutz lsf 30 ultrasun alga maris dadosens

Über vier Monate ist es her, dass ich euch von meiner Suche nach dem perfekten Sonnenschutz berichtet habe. Seitdem hat sich einiges bei mir getan, so dass ich heute ein kurzes Update zum aktuellen Satus Quo in Sachen Sonnenschutz geben möchte.

Die Liste an Anforderungen, die ich an meinen perfekten Sonnenschutz gestellt habe, war nicht gerade kurz. Ich habe die letzten Schwangerschaftswochen im April und Mai dazu genutzt, mich intensiv mit der Thematik zu beschäftigen und alles an Fachliteratur, Blogbeiträgen und Studien zu lesen, was ich in die Finger bzw. auf den Bildschirm bekommen konnte. Zu viele Fragen waren in meinem Kopf noch ungeklärt, also habe ich tagelang wie wild gegoogelt, geblättert, gelesen und Notizen gemacht.

Mit meinem rein mineralischen Sonnenschutz bin ich nämlich leider nicht zufrieden gewesen, scheinbar bekommen mir höhere Mengen an Zinkoxid im Gesicht nicht (mehr?) so gut, ich reagiere darauf mit trockenen, roten Stellen. Am Körper ist es dagegen weiterhin überhaupt kein Problem. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema chemischer UV-Filter auseinandergesetzt und meine Restriktionen in Hinblick auf die Anforderungen an den idealen Sonnenschutz folgendermaßen revidiert:

  • Dass eine Creme zuverlässig sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung schützen soll, bleibt weiterhin eine wichtige Anforderung.
  • Chemische Filter gehen in Ordnung, allerdings nicht alle. Ich verzichte – insbesondere jetzt in der Stillzeit – auf umstrittene Filter, die bereits in Muttermilch nachgewiesen werden konnten oder im Verdacht stehen, durch die Haut zu dringen und/oder hormonell wirksam zu sein. Dazu zählen insbesondere Octocrylene, Octinoxate, Homosalate und Benzophenone. In Ordnung geht für mich stattdessen Tinosorb (in den beiden Varianten S und M), welcher zur neuesten Generation an UV-Filtern gehört, sowie Avobenzone, wenn es nicht der einzige enthaltene UV-Filter ist.
  • Nano-Partikel sehe ich inzwischen weniger kritisch und lehne sie nicht kategorisch ab.

Die Anforderungen an Textur, Weißeln, Hautverträglichkeit und Gefühl nach dem Auftragen bleiben unverändert. Schwere, klebrige, pastöse, zähe Konsistenzen kommen mir nicht mehr auf die Haut! Antioxidantien sind ein Bonuspunkt, sind aber nicht ausschlaggebend, denn da setze ich auf die Wirkung von Gesichtsseren.

Chemische Filter sind in Naturkosmetik nicht erlaubt – nach intensiver Recherche war ich gegenüber konventionellen oder naturnahen Produkten nicht abgeneigt, sofern sie ohne Silikone, Parabene, PEGs und synthetische Duftstoffe formuliert sind.

Ich habe über Wochen hinweg zig Produktreviews gelesen, INCI-Listen studiert und am Ende neben einem Naturkosmetik-Liebling ein naturnahes und ein konventionelles Produkt gefunden, das meinen Vorstellungen entspricht:

Für den Körper: Alga Maris Sonnenspray LSF 30

alga maris sonnenschutzspray-3

Vom Hals an abwärts setze ich auf bewährten Sonnenschutz – Alga Maris ist einfach im Naturkosmetik-Bereich derzeit absolut vorn mit dabei, wenn es darum geht, geschmeidige Konsistenzen mit hohem Anwendungskomfort zu verbinden. Funktioniert im Gesicht für mich derzeit dennoch nicht, halsabwärts dafür umso besser! Das Sonnenspray mit LSF 30 setzt auf die Wirkung von mineralischen Filtern (Titandioxid und Zinkoxid). Es lässt sich easypeasy aufsprühen und gut verteilen. Wichtig: vor dem Gebrauch gut schütteln, damit nicht nur die öligen Komponenten auf der Haut landen! Das zunächst etwas klebrige Gefühl verliert sich kurz nach dem Auftragen. Der Weißeleffekt ist in Ordnung, ich bin ja ohnehin blass und im Gegensatz zu vielen anderen Cremes ist das Weißeln nahezu vernachlässigbar. Die Tube ist außerdem auch praktisch für unterwegs, wie ich festgestellt habe. Den dezenten Kokosduft mag ich am Körper im Gegensatz zum Gesicht sehr gern. Verarbeitete Öle und Sonnenblumenöl bilden die Basis der Sonnencreme:

Coconut Alkanes, Helianthus Annuus Seed Oil*, Caprylic/Capric Triglyceride, Coco-Caprylate/Caprate, Titanium Dioxide, Zinc Oxide, Cocos Nucifera Oil*, Polyglyceryl-2 Dipolyhydroxystearate, Polyglyceryl-3 Diisostearate, Polyglyceryl-6 Polyricinoleate, Fragrance, Alumina, Stearic Acid, Glyceryl Caprylate, Gelidium Sesquipedale Extract, Maris Aqua, Potassium Olivoyl Pca, Tocopherol, Sodium Hydroxide

* aus kontrolliert biologischem Anbau

Eine Tube enthält 125 ml, mein Exemplar habe ich bei der Naturdrogerie gekauft.

Für das Gesicht #1: DadoSens Sonnenlotion LSF 30

dadosens sonnenlotion

DadoSens ist eine naturnahe Marke, die zu Börlind gehört, und mit den Produkten speziell Personen mit empfindlicher Haut adressiert. Bei meiner Kosmetikerin habe ich mal Kompaktpuder und Mascara ausprobiert und fand beides nicht schlecht. Dass zum Sortiment auch Sonnencreme gehört, war mir gar nicht bewusst, bis ich auf der Suche nach Sonnenschutz mit dem UV-Filter Tinosorb darauf gestoßen bin. Bestellt habe ich mein Exemplar direkt im Online-Shop von Dadosens, die Tube mit 125 ml Inhalt kostet 16,90 Euro. Die Lotion kommt dem, was ich mir für meine Haut im Gesicht vorgestellt habe, sehr, sehr nah! Sie setzt auf die Wirkung moderner chemischer UV-Filter (wie eben dem bereits erwähnten Tinosorb) – ist damit aber eben keine reine Naturkosmetik. Die Inhaltsstoffe sind für mich aber insofern okay, als dass die Rezeptur ohne synthetische Duftstoffe, Farbstoffe, Parabene und Silikone auskommt (die INCI findet ihr unter dem oben eingefügten Shop-Link). Zusätzlich punktet sie mit Antioxidantien.

Für eine Lotion ist die Textur relativ kompakt und könnte für meinen Geschmack noch etwas geschmeidiger sein. Dennoch lässt sie sich gut verteilen, hinterlässt aber auf der Haut einen leicht glänzenden Film, den ich mit etwas Puder oder Mineralfoundation mühelos verschwinden lassen kann. Für eher trockene Haut okay, fettige/ölige Haut könnte damit ein Problem haben. Dafür ist der Weißeleffekt gleich null! Die Lotion ist geruchsneutral, was ich sehr begrüße.  Nur die Verpackung finde ich suboptimal: die Öffnung der Tube ist relativ groß, so dass präzises Dosieren eher schwierig ist. Alles in allem bin ich mit diesem Produkt aber sehr zufrieden!

Für das Gesicht #2: Ultrasun Sonnenschutzgel LSF 30

ultrasun sonnenschutzgel 30

Weiter ging also die Suche nach der eierlegenden Sonnenschutz-Wollmilchsau. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf Ultrasun gestoßen bin (die Wege von Google sind unergründlich…) – bin aber froh, dass ich die Marke entdeckt habe! Jetzt wollte ich euch soeben das Sonnenschutz-Gel mit LSF 30 verlinken und stelle voller Schrecken fest, dass es im Online-Shop gar nicht mehr auftaucht. Ich hoffe, das ist nur kurzfristig so, denn es wäre jammerschade, wenn ich mich nun schon wieder nach einem neuen Produkt umschauen müsste! Fündig werdet ihr aber bspw. bei Amazon. Mit 24 Euro für 50 ml ist es zwar kein preiswertes Vergnügen, aber inzwischen nutze ich bereits meine zweite Tube – und das will als Beautyblogger schon irgendwie was heißen.

Das Sonnenschutzgel von Ultrasun erfüllt meine Erwartungen in vollem Umfang: leichte Textur, die sich super schichten lässt, gut einzieht, nicht weißelt, keinen Speckglanz hinterlässt, reizfrei formuliert ist, moderne UV-Filter und Antioxidantien im Gepäck hat, auf umstrittene Filter verzichtet und meiner sensiblen Haut super bekommt. Auch die Dosierung ist hier punktgenau möglich – dank Pumpspender mit feiner Öffnung. Einziger Wermutstropfen: es handelt sich dabei nicht um Naturkosmetik, sondern um ein konventionelles Produkt, wie ein Blick auf die INCI-Liste unschwer verrät. Die Rezeptur ist aber zumindest frei von Parfum, Mineralölen, Emulgatoren und Silikonen:

Aqua, Isostearyl Isostearate, Pentylene Glycol, Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol (Nano), Ethylhexyl Triazone, Glycerin, Titanium Dioxide (Nano), Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine, Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate, Ethylhexyl Salicylate, Polyacrylate Crosspolymer-6, C12-15 Alkyl Benzoate, Caprylic/Capric Triglyceride, Ectoin, Squalane, Cocoglycerides, Hydrogenated Phosphatidylcholine, Vitis Vinifera Seed Extract, Silica, Alcohol, Cetyl Phosphate, T-Butyl Alcohol, Lecithin, Tocopheryl Acetate, Ascorbyl Tetraisopalmitate, Tocopherol, Diisopropyl Adipate, Ubiquinone.

Ihr seht, dass neben chemischen auch mineralische Filter (Titandioxid) eingesetzt werden. Diese verleihen dem Gel einen minimalen Hauch an Farbe, sodass man gut sieht, welche Stellen bereits eingecremt worden sind – von einem Weißeleffekt ist man damit aber meilenweit entfernt. Außerdem bekommt das Gel so einen ganz zarten mineralischen Geruch.

Anwendungskomfort und Ergebnis überzeugen mich dermaßen, dass ich aktuell die Suche nach weiteren Textkandidaten beendet habe. Deswegen habe ich mich auch dazu entschlossen, euch das Produkt vorzustellen, auch wenn es sich dabei um konventionelle Kosmetik handelt, die sich normalerweise nicht bei mir im Badezimmer findet und daher hier auch nicht auf dem Blog auftaucht.

Leseempfehlungen

Falls ihr euch zur Thematik des Sonnenschutzes auch noch weiter informieren wollt, dann empfehle ich euch die folgenden Artikel:

MagiMania: Artikel zum Thema Sonnenschutz

Skincare Inspirations: Dreiteilige Sonnenschutzserie

Eat Train Care: Für Science-Fans

Bliss Beauty: Sonnenschutz im Überblick

Beyer & Söhne: Ein paar Worte zu UV-Filtern (von Beyer & Söhne gibt es auch eine Sonnencreme mit mineralischen Filtern und reizarmer Formulierung)

Die Suche nach dem perfekten Sonnenschutz hat für mich also ein Happy End! Endlich habe ich zwei Produkte gefunden, die ich (je nach Lust und Laune)  tatsächlich jeden Tag verwende und so Sonnenschutz in meine tägliche Routine integrieren konnte, ohne es als lästig zu empfinden. Die Anwendung funktioniert für mich übrigens sowohl über meiner Tagescreme (zuletzt war es diese hier von Alteya) als auch bei den derzeit zumindest zeitweise sommerlichen Temperaturen als alleinige Pflege.

Außerdem hat meine Suche mir eine Sache mal wieder vor Augen geführt: es ist wichtig, seine eigenen Ansichten, Meinungen und Schranken im Kopf hin und wieder kritisch zu hinterfragen und auch mal links und rechts vom Tellerrand zu schauen. Die Schwarz-Weiß-Malerei von konventioneller Kosmetik vs. Naturkosmetik geht mir vor allem in der Blogosphäre manchmal gehörig auf den Geist.  Ich habe nun für mich einen Weg gefunden, den ich so nicht erwartet habe, der mich aber sehr zufrieden stellt.

Wie sieht eure Sonnenschutz-Routine aus? Und gibt es Bereiche, in denen Naturkosmetik für euch nicht funktioniert?

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15 Comments

  • Reply Mexicolita 21. August 2017 at 9:00

    Ohja.
    Auch wenn ich mineralische Filter wirklich gern mag, da sie mittlerweile wirklich tragbar geworden sind (siehe Alga Maris) und sie einen festen Platz in meiner täglichen Routine haben, kommt mir die Sache mit dem Trockenheitsgefühl vom Zinkoxid kinnaufwärts leider auch bekannt vor. Unter dem Sonnenschutz muss ich sehr sorgfältig pflegen, nicht zuviel Fett, dafür viel Feuchtigkeit unterschieben, ohne Aloe und Serum geht da nix.

    Ich mag dein Schlusswort. Schwarz-Weiß-Gemälde stellen die Welt doch sehr einfach dar. Religiöse Gut und Böse-Zuschreibungen mitunter auch.
    .)

    Liebstn Gruß,
    Sandra

    • Reply Herbs & Flowers 27. August 2017 at 21:08

      Trotz Serum zickt meine Haut bei Zinkoxid stellenweise rum – das nervt mich, denn an sich ist meine Haut derzeit echt im Lot! Daher weiche ich an dieser Stelle also von meinen Vorlieben, Gepflogenheiten, Konsumgewohnheiten und auch ein Stück weit meinen Überzeugungen ab. Und ja, Recht hast du in Sachen Schwarz-Weiß/Gut & Böse!

  • Reply Die Naturdrogerie | Uwe 21. August 2017 at 11:18

    Ich will ja Deine Freude nicht bremsen, aber bei Nano-Partikeln in der Kosmetik geht es nicht nur um das Eindringen in den Körper, sondern auch um den Umweltaspekt.

    Ohne jetzt allzu weit ausholen zu wollen. Einige Studien haben wohl gezeigt, dass Nanopartikel nicht durch gesunde Haut dringen sollen. (Was für mich dann ohnehin ausfällt. Hallo Neurodermitis!) In solchen Studien wird aber die orale Aufnahme häufig komplett ausgeblendet. Dabei ist das viel öfter der Weg, wie Kosmetik in den Körper gelangt. (Man erinnere sich nur an den Bericht von Stiftung Warentest zu MOAH in Lippenpflegeprodukten. Aber auch so ziemlich alles, was man im Gesicht oder auf die Hände aufträgt, landet zu einem gewissen Teil im Mund.)

    Gewichtiger bei Nanopartikeln sind die (potentiellen) Umweltauswirkungen. Hier steht die Forschung noch am Anfang. Bisherige Ergebnisse legen aber nahe, dass man lieber auf solche Partikel in der Kosmetik verzichten sollte.

    Ganz nebenbei: Bei Stoffen wie Polyacrylate Crosspolymer-6 wundere ich mich auch immer, wie sich das wohl in Gewässern macht. Bekommen das die Wasserwerke in den Kläranlagen überhaupt rausgefiltert?

    Vor über 20 Jahren hatte ich ein Erlebnis, das mich zunächst unterschwellig und in den letzten Jahren – nachdem mir manche Zusammenhänge bewusst wurden – immer mehr beeinflusst hat. Da haben wir die Kläranlage in Mainz besucht und es kam nebenbei das Thema Klärschlamm auf. Das ist das Zeug, das „nicht abbaubar“ ist und bei dem man eigentlich gar nicht so genau weiß, was man damit machen soll.

    Um es abzukürzen: Die Menge an nicht abbaubarem Klärschlamm nimmt zu und besteht hauptsächlich aus synthetischen Bestandteilen von Kosmetik. Und das ist immerhin schon mal das, was man in der Kläranlage ausfiltern kann!

    Der Spiegel hatte vor einigen Ausgaben auch einen schönen Artikel, der ein wenig mit dem Thema zusammenhängt. Der Autor hat die richtige Frage gestellt, wieso sich alle über Mikroplastik aufregen, aber das „flüssige Plastik“ einfach übersehen. Genau die gleiche Frage kann man auch bei weiteren Inhaltsstoffen stellen. (Von den „Verunreinigungen“ vieler synthetischer Stoffe will ich gar nicht erst anfangen.)

    Ich versuche ja immer möglichst nicht die negativen Aspekte synthetischer Kosmetik herauszukehren, sondern lieber aufzuzeigen, was an Naturkosmetik gut/positiv ist, aber es gelingt mir nicht immer. Verzeih mir also bitte, wenn ich mit meiner Regel brechen musste.

    Du schreibst vom „Tellerrand“, ich rede lieber vom „Kaninchenbau“. In diesen begebe ich mich nämlich immer wieder und wünschte manchmal „Hätte ich doch bloß nicht gefragt“!

    • Reply Gila 21. August 2017 at 14:49

      Spätestens bei den Polyacrylaten wurde mir beim Lesen der Incis auch ganz schlecht. Ich habe aber im Gegensatz zu Uwe inzwischen fast resigniert, wenn es darum geht, überzeugte Anwenderinnen vor solchem Sch… zu warnen bzw. über Zusammenhänge aufzuklären.
      Die begeisterte Beschreibung auf einem narurkosmetikblog hätte ich aber im Leben nicht erwartet.
      Danke, Uwe!

    • Reply Herbs & Flowers 27. August 2017 at 21:11

      Danke für deinen Kommentar, Uwe! Puh, ja, Kaninchenbau trifft es wohl. Da bewahrheitet sich mal wieder: ich weiß, dass ich nichts weiß – oder der Informationsbedarf an einigen Stellen noch immens hoch ist. Ich sehe schon, da muss ich in meinem Kopf nochmal alle Puzzle-Teilchen neu sortieren… Ob ich allerdings den x-ten Sonnenschutz testen will, der mit mineralischen Filtern wieder zu trockenen Stellen führt, ist eine andere Sache – ist dann ja auch nicht wirklich nachhaltig. Es ist und bleibt ein nicht final gelöstes Thema für mich. Danke für die Denkanstöße!

  • Reply Noemi B. 21. August 2017 at 12:22

    Ja, die Nano-Partikel liessen mich auch aufhorchen… das wäre jetzt für mich ein Grund, dies zu meiden. Es ärgert mich auch, dass überall dieses Schei… Mikroplastik drin ist. Vor ein paar Wochen stand ich im Müller Markt mit der gleichen Uberlegung „jetzt tu nicht immer so, wird ja wohl einen einigermassen vernünftigen Sonnenschutz geben, ohne gleich NK online bestellen zu müssen“. Dann hab ich mit der Code-Check App alle möglichen Sonnenschuzt Sorten gescannt und ernüchtert wieder hingestellt! Den Schrott wollte ich mir (und dem Meer = Korallenbleiche durch chemische Filter) dann doch nicht antun. Schlimm, was da alles drin ist.

    Nach wie vor bin ich sehr zufrieden mit der getönten Alga Maris Face Variante und hab nun für den Winter Kimberly Sayer (LSF 30) bestellt. Der Pot of Shade von Kypris hätte mich auch interessiert, war aber grad ausverkauft).
    Das sind aktuell meine 2 Varianten zu den klassischen Sonnenschutzprodukten.

    • Reply Herbs & Flowers 27. August 2017 at 21:13

      Kimberly Sayer hatte ich auch mal vor ein paar Jahren, da mag ich aber den Duft inzwischen nicht mehr so gern. Über den Pot of Shade habe ich bisher auch viel Gutes gelesen, da bräuchte ich aber in Anbetracht des Preises auf jeden Fall ein Pröbchen. Schön, dass Alga Maris bei dir so gut funktioniert!

  • Reply Valandriel Vanyar 21. August 2017 at 13:20

    Hm, ich finde es gut, dass du neue Ansichten gewonnen hast! =) Das strikte NK vs. KK geht mir auch gehörig auf die Nerven, man kann sich doch aus beiden Lagern das herauspicken, was für einen passt. Eine für mich sehr gut funktionierende Sonnencreme, Mascara oder ausgefallene Lidschatten und Nagellacke gibts eben für mich nur aus dem konventionellen Lager, so als Beispiel.

    Ich selbst versuche immer, Silikon und Mikroplastik zu vermeiden, aber es geht eben nicht immer. In Sonnencreme oder manch dekorativer Kosmetik zB. Ich brauche nun mal viel Sonnencreme, habe eine empfindliche Haut und brauche etwas, das man großzügig auftragen kann – so ein Klecks, wie es bei so manchen Bloggern aufgetragen wird, kann ich auch gleich bleiben lassen.
    Deswegen ist Sonnencreme so ziemlich das einzige in meiner Körperpflege mit Silikon und Mikroplastik. Ja, das tut mir weh, aber es geht nicht anders. Dafür vermeide ich im Haushalt Plastik wo es geht, habe kein Auto, fliege nur alle 10 Jahre mal, bin Vegetarier, kaufe nur tierversuchsfreie Produkte usw. Die restliche Körperpflege ist komplett NK, im Gesicht gemischt (aber ohne Silikon). Man tut eben das, was geht 😉 Bestimmte Sachen wie chemisches Peeling gibt es bei NK ja gar nicht.

    Bei mir kommt bzgl. Sonnencreme ja noch der finanzielle Aspekt hinzu, viel kann ich da nicht ausgeben, das schränkt nochmal ein. Meine Produkte für den Körper sind daher von Rossmann Sun Ozon, für das Gesicht wechsle ich zwischen Innisfree Triple Care und Missha SPF45 ab, seit neustem noch Dermasence Solvinea Med.
    Valandriel Vanyar kürzlich veröffentlicht…[Haarbande] Von Traumhaaren und WunschlängenMy Profile

    • Reply Herbs & Flowers 27. August 2017 at 21:16

      Ich versuche ja auch, mein Leben in vielen Bereichen so sinnvoll und nachhaltig wie möglich zu gestalten, das hört nicht an der Tür vom Badezimmer auf. Dass das nicht in allen Bereichen zu 100% klappen kann, ist aus meiner Sicht normal und menschlich. In Sachen Kosmetik ist Sonnenschutz aber tatsächlich die einzige Produktkategorie, in der ich auf konventionelle Varianten zurückgreife – alles andere funktioniert für mich „in grün“ gut.

  • Reply Waldfee 21. August 2017 at 16:19

    Tja, und ich benutze gar keinen Sonnenschutz. Ich bin ein Schattenkind, in der Sonne kriege ich die Krise. Wenn ich jetzt einen Urlaub in den Süden planen würde, würde ich natürlich Sonnenschutz kaufen. Da habe ich dann immer Ladival benutzt. Ein bisschen komfortabel muss es schon sein. Was nützt es mir, wenn ich im Hinblick auf die Umwelt ein guter Mensch bin, dann aber lieber einen Sonnenbrand riskiere, weil ich mir dieses weiße Zeugs nicht draufschmieren möchte. Wenn jeder nur ein bisschen was für die Umwelt tut, ist es doch besser, als wenn man gar nichts tut. Man muss ja nicht gleich die Welt retten. Also ich finde es nicht schlimm, wenn man Kompromisse eingeht.

    • Reply Die Naturdrogerie | Uwe 22. August 2017 at 8:44

      An Kompromissen ist gar nichts schlimm. Allerdings muss sich auch niemand mehr „das weiße Zeug draufschmieren“. Da ist Naturkosmetik-Sonnenschutz schon weiter. 😉

    • Reply Herbs & Flowers 27. August 2017 at 21:20

      Ich bin ja auch ein Schattenkind, allerdings sagen die Pigmentflecken in meinem Gesicht etwas anderes. 😉 Für mich ist Sonnenschutz in den letzten Monaten einfach enorm wichtig geworden, so dass ich da insofern einen Kompromiss eingehe, indem ich Anwendungskomfort bei täglichem Gebrauch über Aspekte der Nachhaltigkeit stelle. Aber wer weiß, vielleicht finde ich ja doch noch ein Produkt, das (auf mich individuell bezogen) beides kann. Dass es die an sich in der Naturkosmetik gibt, ist mir klar – keiner muss mehr wie eine Kalkwand rumlaufen, Alga Maris und Co. zeigen das ja sehr gut. Für mich funktioniert es aber wie gesagt einfach aktuell nicht.

  • Reply Arabeske 27. August 2017 at 14:10

    Kaum fängt man an mit solchen „Kompromissen“ schleicht sich dann so vieles ein, dass Naturkosmetik im ärgsten Fall zu Dusch- und Bodyprodukten degradiert wird…
    Ich finde, ja, Sonnenschutz ist ein schwieriges Thema aber es ist machbar, durch Produkte und Kleidung, wie ja so viele vergessen.
    Ich sehe nicht ein, dass hormonell wirkende Filter und andere „Substanzen“ in eine Creme egal welchen Typs gehören. Das ist keine Entscheidung die rational weg-argumentiert werden kann, denn es gibt Blutuntersuchungen die kosmetische Inhaltsstoffe und vieles anderes mehr belegen und ihre vorherrschende Menge (inklusive Schädigungsgrad) im Körper messen können. lg

    • Reply Herbs & Flowers 27. August 2017 at 21:23

      Da mache ich mir keine Sorgen – abgesehen vom Sonnenschutz funktioniert Naturkosmetik von Kopf bis Fuß für mich sehr gut und ist für mich auch nach wie vor eine bewusste Entscheidung in vielerlei Hinsicht. Die Ausnahme der Regel wird daran grundsätzlich auch nichts ändern.

  • Reply Tina 28. August 2017 at 1:07

    Du könntest dir mal den Sonnenschutz von Badger Balm anschauen. Damit komme ich hervorragend zurecht.
    (Vorher ging bei mir Annemarie Börlind als naturnahe Marke ganz gut durch.Aber richtig glücklich war ich damit halt nicht.)

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