Erleuchtet: das Gressa Minimalist Illuminating Serum

15. September 2016
gressa minimalist illuminating serum

Es gibt Magnetwörter, die bei Produktbeschreibungen sofort meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. „Lavendel“ ist so ein Wort. „Rose“. „Tee-Extrakt“. Und ganz besonders auch: „Illuminating“, gern auch in Kombination mit „Glow“. Ja, ich finde dieses viel zitierte Leuchten, das nicht primär mit Schimmer zu tun hat, sehr hübsch anzusehen!

Deshalb hat das Minimalist Illuminating Serum der US-amerikanischen Marke Gressa Skin mich schon seit einer Weile interessiert. Vor ein paar Wochen habe ich mir die kleine Flasche gegönnt und stelle euch das Serum heute genauer vor.

Die Flasche

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Das Serum befindet sich in einem edlen Fläschchen aus ultraviolettem Glas. Die Flasche enthält 15 ml, was auf den ersten Blick verdammt wenig erscheint. Da ich davon je Anwendung jedoch nur 1-2 Tropfen benötige, ist mir eine kleine Flasche lieber – so stehen die Chancen sehr gut, dass mir das Produkt nicht irgendwann kippt.

Die Pipette

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Entnommen wird das Serum über eine Pipette. Wie ihr auf dem oberen Bild unschwer erkennen könnt, enthält das Illuminating Serum neben Ölen weitere Bestandteile, die sich erst durch kräftiges Schütteln miteinander verbinden. Da macht die Pipette die Anwendung fast ein bisschen zum Hexenwerk, denn wie ihr seht, habe ich Probleme, die Pipette überhaupt vollständig zu leeren. Suboptimal. Ich frage mich, ob ich mich bei der ersten Benutzung einfach nur blöd angestellt habe, meine Pipette nicht richtig funktioniert oder das ein generelles Problem ist.

Die Anwendung

Wichtig also: vor der Anwendung gut schütteln! Dann entnehme ich ein bis zwei Tropfen des Serums und gebe sie direkt in meine Handflächen. Ihr habt verschiedene Möglichkeiten, das Serum aufzutragen:

  • Pur mit den Fingern auftragen: funktioniert bei mir sehr gut, vor allem, wenn ich keine Foundation darunter trage. Insbesondere über flüssiger Foundation ist das Auftragen schwierig, da das Serum die Foundation fröhlich hin und her schiebt.
  • Mit dem Pinsel: Erzielt ein dezenteres Ergebnis, saut aber auch den Pinsel ziemlich ein (warum, dazu gleich mehr).
  • Vermischt mit der Tagespflege: So wende ich das Produkt auch sehr gern. Ich gebe wenige Tropfen des Illuminating Serums direkt in meine Tagescreme, vermische beides in den Handflächen und trage das Gemisch dann auf.

Die Textur

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Die Textur des Serums ist extrem spannend. Wenn man es direkt auf die Haut tropft, fühlt es sich fast schon wässrig an und bahnt sich schnell seinen Weg. Beim Verteilen/Verreiben kommt dann der Aha-Effekt: Wow, ist das smooth! Ich habe ja schon Ewigkeiten kein Silikon mehr auf der Haut gehabt, aber das kommt dem von der Haptik her schon sehr nah. Einmal eingearbeitet, fühlt die Haut sich wunderbar samtig an. Das Serum liegt nicht auf (anders als zum Beispiel beim Living Luminizer von RMS Beauty, das Kokosöl ist mir gerade im Sommer manchmal zu viel) und verschmilzt geradezu mit der Haut.

Die Inhaltsstoffe

Vielleicht seid ihr beim Vergleich mit den Silikonen schon hellhörig geworden: da muss doch eindeutig Brokkolisamenöl im Spiel sein! 😉 Und in der Tat, dieses Öl, das für das geschmeidige Hautgefühl sorgt, steht tatsächlich an erster Stelle der INCI-Liste. Dazu gesellen sich in der verarbeitete Öle, Silica, ein spezieller Komplex von Gressa sowie zahlreiche Pflanzenextrakte. Spannend in Sachen Anti-Aging sind außerdem Q10 und Vitamin C. Für mich ist das Serum damit nicht nur ein dekoratives, sondern gleichzeitig auch ein pflegendes Produkt! Der Name „Serum“ ist meiner Meinung allerdings etwas verwirrend, da es sich hierbei um eine wasserlose Textur handelt:

*Brassica oleracea (Broccoli) Seed Oil, Caprylic/Capric Triglyceride, Silica, GRESSA Healing ComplexTM *Silymarin, *Neem (Azadirachta indica) Extract,*Horsetail (Equisetum arvense) Extract, *Lemon Balm (Melissa officianalis) Extract, *Barberry (Berberis vulgaris) Extract, *Sea Buckthorn (Hippophae rhamnoides) Seed Extract, *Elder Flower (Sambucus nigra) Extract, *Bitter Melon (Momordica charantia) Extract, Licorice Root (Glycyrrhiza glabra) Extract, Tocopheryl Acetate Non-GMO, Coenzyme Q10, Ascorbyl tetraisopalmitat, (Vitamin C), *lecithin, *glycerin, mica, iron oxides, titanium oxide. *CERTIFIED ORGANIC

Jetzt wird vielleicht auch klar, warum der Auftrag mit dem Pinsel nur so eine semi-gute Idee ist: das Öl landet natürlich auch in den Pinselborsten. Ich nehme vom Produkt übrigens lediglich einen leicht nussigen Geruch wahr.

Die Farbe

Überrascht hat mich bei der ersten Anwendung nicht nur die Textur, sondern vor allem auch die Farbe. Normalerweise gibt es hier ja keine „schmutzigen“ Verpackungen zu sehen, aber der Flaschenrand offenbart das Farbspiel schon ziemlich gut:

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Nanu, das ist ja lila-schimmernd?! Das hatte ich so nicht erwartet. Hier könnt ihr sowohl die ölige Textur als auch die farbigen Schimmerpartikel gut erkennen:gressa minimalist illuminating serum swatch

Das Ergebnis

Findet ihr die Farbe auch so toll wie ich? Ich hatte die Befürchtung, dass die Farbe sich auf der Haut in ein übles Rosa verwandeln könnte. Direkt nach dem Auftragen ist der lilafarbene Einschlag auch durchaus noch gut zu erkennen, hier ist das Serum noch nicht verteilt:

gressa minimalist illuminating serum swatch2

Wenn das Illuminating Serum eingezogen ist, verblasst die Farbe jedoch. Das Ergebnis ist genauso, wie ich es mir von einem Produkt, das sich selbst als „illuminating“ bezeichnet, vorstelle: die Haut scheint förmlich zu leuchten und strahlt. Der Schimmer ist dabei zwar bei näherem Hinsehen definitiv wahrnehmbar, aber er ist so fein, dass ich das Serum daher wie gesagt auch bedenkenlos mit der Tagescreme zusammen auf dem gesamten Gesicht verwende. Der entstehende Glanz hat fast schon etwas zart permuttartiges. Gerade auf meinen Wangen, die in aller Regel eher trocken sind, mag ich das Ergebnis als Highlighter sehr! Meine Haut wird damit außerdem supersoft.

Ob die Textur auch für fettige Haut geeignet ist, weiß ich nicht, da könnte es durch das Öl doch etwas zu viel des Guten sein. Gerade für trockene Haut empfinde ich das Serum jedoch als ideal. In meinem nächsten Farbtupfer-Beitrag werde ich das Serum verwenden, vielleicht lässt sich der Glow ja mit der Kamera einfangen (das ist gar nicht so einfach).

Der Wermutstropfen

Gressa hat da wirklich ein Produkt kreiert, das mein Organic Beauty-Herz höher schlagen lässt: die außergewöhnliche Textur, die spannenden Inhaltsstoffe, das samtige Gefühl und vor allem das absolut überzeugende Ergebnis haben das Minimalist Illuminating Serum sehr schnell zu einem Lieblingsprodukt von mir werden lassen. Einziger Wermutstropfen: es ist nicht gerade in günstiges Vergnügen: die 15 ml-Flasche kostet 48 Euro. Falls ihr euch diesen luxuriösen Glow-Spaß auch gönnen wollt, werdet ihr bei Amazingy fündig.

Habt ihr schon mal Produkte von Gressa benutzt? Welches Produkt sorgt bei euch für den ultimativen Glow? Setzt ihr eher auf „Schönheit von innen“ durch Ernährung usw. oder helft ihr für den Glow-Faktor auch mit dekorativen Produkten gern ein bisschen nach?

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18 Comments

  • Reply Elisabeth Green 15. September 2016 at 2:40

    Danke für die ausführliche Vorstellung. Ich habe schon viel Gutes über das Produkt und insbesondere die Textur gehört. Der Preis hat mich bisher aber vom Kauf abgehalten. 😉 Lg
    Elisabeth Green kürzlich veröffentlicht…Naturkosmetik-Shopping-Guide für OsloMy Profile

    • Reply Herbs & Flowers 25. September 2016 at 11:18

      Ja, der Preis ist eine Hausnummer. 😉 Dafür reicht die Flasche bei dem geringen Verbrauch vermutlich ewig.

  • Reply pretty green woman 15. September 2016 at 7:56

    Awww, Gressa steht definitiv auf meiner Wunschliste! Aber eher die Foundation, auch wenn ich zugeben muss, dass das Iluminating Serum auch ganz toll klingt. Trotzdem, mehr Glow als meinen natürlichen Glanz brauche ich bei meiner Mischhaut echt nicht. 😉

    Liebe Grüße,
    Jenni
    pretty green woman kürzlich veröffentlicht…Tassilo Linde + Eure Fragen an Martina GebhardtMy Profile

    • Reply Herbs & Flowers 25. September 2016 at 11:19

      Von der Foundation hatte ich ein eProbe, die war allerdings nicht so mein Fall, da sie bei mir trockene Stellen betont hat.

  • Reply Lena 15. September 2016 at 10:59

    Oh, wie schön dass du es hier vortellst. Ich hab das Illumination Serum tatsächlich auch schon eine Weile im Auge. Genauso wie das ‚Foundation Serum‘ (es hat irgendeinen anderen Namen, der mir gerade nicht einfallen will), obwohl ich da immer mal auch weniger Gutes höre.

    Ich liebe Highlighter und Glow Produkte ebenso wie du. Allerdings sagen mir die Inhaltsstoffe sonst nicht so zu, und so verwende ich meist nur reines Pearlglanz Mica. Und das geht ja nur auf die Highlighterpunkte.

    Mit All Over Glow bin ich immer etwas vorsichtiger, lieber aber so ein Finish bei Foundations.

    Von Caprylic/Capric Triglycerid an zweiter Stelle bin ich etwas enttäuscht. Geht das nicht anders, bei einem so hochwertigen Produkt? Meine Haut reagiert auf diese Sachen einfach …
    Aber vielleicht kann ich es in den MakeUp Koffer stellen. Ich würde es so gern ausprobieren. *seufz*

    Ich hab gehört dass es rechtproblemtatisch ist, sich die Grassa Seren als Probe schicken zu lassen(wegen der Formulierung, die du ja auch schon erwähnt hast und der ganzen Schüttelei), weswegen ich auch irgendwie das Gefühl habe, es nicht ausprobieren zu können und wenn dann gleich 48 Euro ausgeben zu müssen.

    Es steht auf jeden Fall auf der Wunschliste und vielleicht ist es irgendwann mal so weit.

    Ich hätte gern mal ein Tragebild gesehen um zu sehen, inwiefern das Produkt die Haut zum leuchten bringt. Aber ich kann verstehen, wenn du das nicht möchtest 🙂

    Danke jedenfalls für die Vorstellung!
    Sei lieb gegrüßt

    • Reply Herbs & Flowers 25. September 2016 at 11:21

      Ich hatte mir von der Foundation bei Amazingy Proben in verschiedenen Farben bestellt, das war überhaupt kein Problem. 🙂 Ein Tragebild mit dem Serum kommt sicher noch – in einem der nächsten Looks, die ich auf dem Blog zeigen werde.

  • Reply Sarina 15. September 2016 at 11:42

    Ich habe mir bei Amazingy ein paar Proben von Gressa bestellt und bin maßlos begeistert. Die Marke erwärmt einfach mein Herz und seitdem meine Haut wieder besser ist und ich regelmäßig peele, funktioniert auch die Foundation. Es wird hier also baaaald einen Kauf meinerseits geben. Vorher muss ich nur noch brav ein paar meiner konventionellen Restbestände aufbrauchen.

    • Reply Herbs & Flowers 25. September 2016 at 11:22

      Ah, du hast die Foundation auch schon getestet! Ich hatte auch Proben von Amazingy, bin aber mit dem Ergebnis nicht so zufrieden gewesen, da trockene Stellen eher betont worden sind und ich mit der Farbe auch nicht so hundertprozentig zufrieden war. Was soll ich sagen: Mineralfoundation bleibt einfach mein Favorit. 😀

  • Reply Andrea 15. September 2016 at 18:08

    Zugegeben, ich stehe nicht so auf Glow. Ungefähr 15 Jahre lang hatte ich extrem fettige Haut, dann fettige Mischhaut. Da ist man froh, wenn nichts glänzt! Inzwischen habe ich eher trockene Mischhaut, die T-Zone macht aber trotz Alterserscheinungen der Bratpfanne Konkurrenz. Insofern eher suboptimal für mich. Meine Magnetwörter sind übrigens „Straffend“, „Konturenfestigend“ und „faltenvermindernd“. *räusper*

    • Reply Herbs & Flowers 25. September 2016 at 11:23

      Hihi, ja, das kann ich gut verstehen, dass Glow bei fettiger Haut jetzt eher nicht so das Magnetwort ist. 🙂

  • Reply Lena 15. September 2016 at 20:12

    Na wenn das nicht mal spannend klingt! Glow ist für mich auch so ein Stichwort bei dem ich definitiv hellhörig werde. Ich liebe diesen sanften Schimmer der Haut, den ich mit absolut gesunder und ausgeglichener Haut verbinde – und mal ehrlich: wer möchte das denn bitte nicht?!?
    Brokkolisamenöl gehört zu den Hautschmeichlern, von denen ich bisher nur sehnsüchtig gelesen habe. Schon ein paar Mal landetet es im Einkaufskorb, aber da ich so viele Basis- bzw. Wirkstofföle zuhause hatte, habe ich es (ganz streng zu mir selbst) wieder aus dem Warrenkorb entfernt. Ich nähere mich aber dem Ziel, denn ein paar Öle habe ich die letzen Tage aufgebraucht. Und nach deiner tollen Beschreibung kann ich mich sowieso nicht mehr lange zurückhalten… 😀
    Liebe Grüße,
    Lena
    Lena kürzlich veröffentlicht…Gewinnspiel zum 1. BloggeburtstagMy Profile

    • Reply Herbs & Flowers 25. September 2016 at 11:24

      Brokkolisamenöl ist für dich als Selbstrührerin bestimmt ein spannendes Öl! Falls du es dir irgendwann zulegst und ausprobierst, wäre ich auf ein Rezept damit sehr gespannt. 🙂

  • Reply Marie 19. September 2016 at 21:00

    Kling nach einem interessanten Produkt! Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir die Flasche zulegen würde, da meine Mischhaut ohnehin schnell Glanz aufweist, aber von der Textur und Farbe klingt es ziemlich gut. Ich werde die Marke in jedem Fall im Auge behalten 🙂

    • Reply Herbs & Flowers 25. September 2016 at 11:25

      Gressa ist auf jeden Fall einen Blick wert – und dank Proben kann man ja vorher auch testen, ob einem das Produkt tatsächlich zusagt. 🙂

  • Reply Noemi B. 25. September 2016 at 16:44

    Sehr spannendes Produkt! Bei meiner nächsten Amazingy Bestellung werde ich mir ein Pröbchen ordern! 😀

    • Reply Herbs & Flowers 26. September 2016 at 11:21

      Ja, eine Probe macht auf jeden Fall Sinn. 🙂 Viel Freude beim Testen!

  • Reply Vee 23. April 2017 at 17:43

    Oooh das klingt einfach wunderbar! *_*
    Ich liebe Perlmutt – sei es bei Schmuck oder Kosmetik und das Illuminating Serum sieht einfach spitze aus! Und dann noch das tolle Tragegefühl durch das Brokoliöl und den Lilastich. *.*
    Jetzt überlege ich doch ernsthaft es mir anzuschaffen (der Preis sschreckt erst in der Tat ab aber die Sachen sind ja wirklich sehr ergiebig).
    Ich hätte mich nie getraut das der Tagescreme beizumischen und im kompletten Gesichts zu verteilen aber jetzt bin ich neugierig 😀

    • Reply Herbs & Flowers 23. April 2017 at 19:17

      Im Zweifelsfall empfehle ich dir, bei Amazingy einfach mal eine Probe zu bestellen – dann kannst du testen, ob dich das Serum genauso begeistert wie mich. 🙂

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