Happy Mum #2: Du weißt, dass du schwanger bist, wenn…

31. Januar 2017
anzeichen schwangerschaft

Schwanger zu sein, ist das aufregendste, was ich bisher erlebt habe. Seit der Teststreifen sich letztes Jahr rosa verfärbt hat, lerne ich mich und meinen Körper ganz neu kennen. Dazu zählen natürlich nicht nur die offensichtlichen Dinge wie der wachsende Bauch oder dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn das Baby abends im Bauch stundenlang munter vor sich hin strampelt, sondern auch eine Reihe weiterer Veränderungen. Also habe ich euch mal einige „Schwangerschaftsanzeichen“ zusammengetragen, sprich Veränderungen, die bei mir mit der Schwangerschaft verknüpft sind – und die mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind, da sie natürlich bei jeder Frau und jeder Schwangerschaft ganz individuell aussehen können.

Du weißt also, dass du schwanger bist, wenn:

…du Bekanntschaft mit dir bislang unbekannten Körperteilen und -empfindungen machst

Ah ja, sooo fühlt es sich also an, wenn man Ischias-Schmerzen hat! Das ist definitiv Wissen, auf das ich auch für die nächsten 50 Jahre gut und gerne verzichtet hätte. Mal sehen, ob ich demnächst auch noch die geheime Welt des Sodbrennens betreten werde. Wie sich Wechseljahre anfühlen müssen, kann ich nach den ersten heftigen Hitzewallungen mittlerweile auch erahnen. Ladies, ich fühle mit euch!

… sich deine digitale Filterblase plötzlich schlagartig erweitert

Vorher ein Buch mit 7 Siegeln, nun bin ich mittendrin in der Welt von Hebammen- und Mama-Blogs und Co. Hashtags wie #dickbauchdienstag #momtobe #maibaby2017 sind plötzlich superinteressant und meine Liste an Bloggerinnen, deren Beiträge ich regelmäßig lese, ist beachtlich gewachsen. Meine Pinterest-Sammlung umfasst jetzt zwischen Illustrationen, Mode und Einrichtungsideen auch zahlreiche Inspirationsquellen für Kinderzimmer und Co., die ich auf meiner „Happy Baby“-Pinnwand fleißig sammle. Und ja, ich höre tatsächlich so völlig kitschige Schwangerschafts-Piano-Gedudel-Playlists auf Spotify. Das alles macht irre Spaß, hat mir aber auch einmal mehr bewusst gemacht, wie krass die Filterblase, in der sich jeder von uns online bewegt, tatsächlich ist.

… du WIRKLICH weißt, was Stimmungsschwankungen sind

Ich dachte ja bislang, dass ich weiß, wie sich Stimmungsschwankungen anfühlen: diese labilen, latent weinerlichen Tage vor den Tagen, die kennt ihr sicher auch. Gewöhnliche Berg- und Talfahrt eben. Die Stimmungsschwankungen, die ich jetzt in der Schwangerschaft von Zeit zu Zeit habe, gleichen in Höhen und Tiefen allerdings eher einer Reise zum Mount Everest binnen 2 Stunden und zurück. Da kann der Ehemann schon mal ein wenig irritiert sein, wenn man mit verheulten Augen das Haus verlässt, nur um eine Yogastunde später quietschvergnügt und mit dem allersonnigsten Gemüt wieder in der Tür zu stehen. Wer soll da gedanklich und emotional auch noch mitkommen, wenn man freudvoll verkündet, dass es überhaupt das Allerschönste sei, schwanger zu sein, und am selben Abend rumjammert, dass man diese körperlichen Beschwerden jetzt auf gar keinen Fall noch weitere fünf Monate aushält. „Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt“ hat bei mir ein neues Level erreicht. Zum Glück überwiegt aber das gesunde Mittelmaß irgendwo dazwischen doch die meiste Zeit. 😉

… du mehr Klamotten kaufst als in den letzten 5 Jahren zusammen – nur eben nicht für dich

Ja, ich gebe zu, das Babyshopping ist ein wenig eskaliert. Zu süß ist aber teilweise auch das Angebot an knuddeligen Babysachen, die es online und offline zu kaufen gibt! Schnell habe ich für mich die passenden Online-Shops entdeckt – und die zahlreichen Sonderangebote im Januar haben es nicht gerade einfacher gemacht, es mit der Erstausstattung nicht zu übertreiben. Dazu kommt die eigene Unsicherheit – welche Kleidung brauche ich für mein Baby in den Sommermonaten? (Ich hoffe ja nicht, dass wir gemeinsam wochenlang bei Temperaturen um die 30 Grad schwitzen werden.) Und wie viele Bodies und Strampler brauche ich in Größe 50 wirklich? Was sich als sinnvoll erwiesen hat und was nicht, kann ich euch ja im Herbst gern mal berichten. Wir sind jetzt jedenfalls gefühlt von Mai bis September ausgestattet. 😀

Dafür habe ich mich aber mit Umstandsmode zurückgehalten. Das wichtigste sind die 2 Paar Jeans, die ich mir geleistet habe – denn die normalen Jeans haben selbst ohne sichtbaren Bauch schon nach wenigen Wochen überall gezwickt und gedrückt. Dazu gesellen sich ein paar Oberteile, in denen der Bauch bequem Platz hat und bequeme, komfortable Unterwäsche, denn eng fühlt sich der Körper ohnehin schon mehr als genug an. Meine beiden Wintermäntel passen dank des bauchfreundlichen Schnitts zum Glück noch super – im Frühjahr brauche ich eventuell noch eine neue Jacke.

… du jedem Spürhund in der Hundestaffel Konkurrenz machen könntest

Alle Klischees, die man so im Zusammenhang mit Schwangeren und ihrem phänomenalen Geruchssinn hört, haben sich bei mir voll bestätigt. Verstecke in der Küche eine leicht angeschimmelte Mandarine – ich werde sie finden. Ob du gelegentlich rauchst oder nicht, brauchst du mir gar nicht zu verraten, ich rieche es sowieso. Und in diesem Dessert ist doch eindeutig ein Hauch Tonkabohne drin! (Das hat kurz mal zu einem Panikanfall im Restaurant geführt, da Tonkabohne in der Schwangerschaft aufgrund des Cumarin-Gehalts als bedenklich gilt. Nach zehn Minuten panischen Googelns im Restaurant war ich dann aber halbwegs beruhigt, dass die Dosis das Gift macht und zwei Bissen von dem Dessert meinem Baby nicht schaden werden. Armer Ehemann – musste dann in Summe zwei Desserts essen.) Selbst der vertrocknete Lavendel hat in den ersten wärmeren Tagen in der Sonne auf dem Balkon für mich unfassbar intensiv gerochen.

… du den Tatort schon für richtig harte Kost hältst

Der Tatort gehört für mich eigentlich zum festen Sonntagabend-Ritual, das ich seit Jahren freudig pflege. Inzwischen habe ich die Befürchtung, dass ich mich langsam aber sicher in Richtung Rosamunde Pilcher-Fraktion bewege. Blutige Filmszenen, körperliche Gewalt, Plots, in denen Kinder entführt werden…die Liste an Dingen auf der Mattscheibe, bei denen ich mich dann im Zweifelsfall doch für leichtere Kost entscheide und einfach ein paar alte Folgen Gilmore Girls am Stück schaue, ist beachtlich gewachsen. Krimis lesen geht aber zum Glück noch sehr gut, sofern mir dabei nicht die Augen zufallen.

… dein Schlafverhalten erst dem eines Koalas und später dem eines Vampirs ähnelt

Koalabären bleiben nur bei Kräften, wenn sie pro Tag 14-20 Stunden schlafen. So in etwa haben sich auch die ersten Monate meiner Schwangerschaft angefühlt. Ein Film, der bis 22.30 Uhr dauert? Ok, erzähl mir gern morgen, wie er ausgegangen ist. Meeting um 9? Fangt doch im Zweifelsfall einfach schon ohne mich an! Ein Tag ohne Mittagschlaf? Nicht mit mir! Dieser bleierne Schleier der Müdigkeit, der eine symbiotische Beziehung mit ganztägiger Schwangerschaftsübelkeit einging, hat sich bei mir zum Glück nach 12 Wochen gelüftet. Mittlerweile scheint mein Körper eher bereits zu üben, wie das denn in ein paar Monaten so sein wird, wenn nachts ein kleines Baby versorgt werden möchte. Falls also jemand von euch zwischen 3 und 4 Uhr nachts einen Weckdienst benötigt, sagt einfach Bescheid: da bin ich fast immer wach. 😀

Interessieren euch eigentlich weitere Einblicke in die Welt von Baby-Vorfreuden, Nestbau und Co.? Wo ich grüne Babymode kaufe, welche Blogs und Bücher ich zu dem Thema gern lese – solche Dinge eben? Teil 1 meiner „Happy-Mum“-Serie – mit deutlich naturkosmetischerem Bezug – findet ihr übrigens hier.

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6 Comments

  • Reply strawberrymouse 31. Januar 2017 at 21:54

    Ich frag‘ mich gerade, wie das wohl bei mir wäre…ich hab‘ ja normalerweise den Lebensrhythmus eines Vampirs; würde ich schanger dann quietschfidel um 6 Uhr aus dem Bett springen?^^
    Wenn wir am 15. zur Vivaness fahren – ich könne dann gut einen Weckdienst gebrauchen ;D

    Die Frau auf dem Cover finde ich allerdings ein wenig gruselig. Und auch als #proudmomNOTtobe; Baby- und Kinderkleidung finde ich auch großartig. Da wäre ich auch shoppingsüchtig
    strawberrymouse kürzlich veröffentlicht…[Review] I+M Madame Inge Body Mousse*…My Profile

    • Reply Herbs & Flowers 7. Februar 2017 at 16:43

      Haha, gut, sollte ich am 15. wie gewohnt nachts wach sein, melde ich mich gern! 😀 Die Frau auf dem Cover begleitet einen übrigens durch das gesamte Buch, ich schwanke beim Anblick auch immernoch zwischen lustig, skurril und gruselig. Aber das Buch selbst gefällt mir insgesamt sehr!

  • Reply Jenny 3. Februar 2017 at 15:58

    Liebe Ida,

    wie schön! Ich freu mich sehr für Dich und hoffe, Du überstehst die restlichen Monate ohne „Nebenwirkungen“. (Gegen Sodbrennen helfen übrigens Brausebonbons ganz super ;))

    Liebe Grüße
    Jenny

    • Reply Herbs & Flowers 7. Februar 2017 at 16:41

      Lieben Dank, Jenny! Als wir uns im September kennengelernt haben, war das ja och ein gut gehütetes Geheimnis. 🙂 Danke für den Brausebonbon-Tipp, ich hoffe, dass ich davon nicht Gebrauch machen muss. 😀

  • Reply Severine 25. Februar 2017 at 23:59

    Uii ich gratuliere zur Schwangerschaft! Ein toller Abschnitt, geniesse es, eine ganz besondere Zeit im Leben einer Frau! Danach wird nochmal alles anders, auch das Körpergefühl, zumindest fand ich das so. Ich wünsche dir eine schöne, gesunde Schwangerschaft! Liebe Grüße Severine

    • Reply Herbs & Flowers 27. Februar 2017 at 19:08

      Ganz herzlichen Dank, Severine! 🙂

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