Strategien für mehr Achtsamkeit beim Beauty-Bloggen

8. Februar 2016
achtsames beauty bloggen

Wie nachhaltig kann ich als Beauty-Blogger leben? Ginni von Sugarlime hat vor einigen Wochen einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht und ich habe mich darin in sehr vielen Punkten wiedergefunden. Die Frage, wie sich Achtsamkeit im Konsum, Nachhaltigkeit und das Dasein als Beauty-Blogger vereinbaren lassen, treibt mich auch schon länger um und Ginnis Beitrag ging mir lange Zeit durch den Kopf. Also nehme ich das heute zum Anlass, um ein paar meiner Gedanken mit euch zu teilen.

Nachhaltiger Konsum ist für mich nicht erst ein Thema, seit Jack Johnson die 3 R – reduce, reuse, recycle – besungen hat. Dinge wie Mülltrennung, die Verwendung von Stoffbeuteln statt Plastetüten beim Einkaufen und der Verzicht auf bestimmte Dinge wie Wasser in Plasteflaschen sind für mich selbstverständlich. Doch gerade im Beauty-Bereich ist mein Lebensstil nicht gerade minimalistisch und daher natürlich auch mit einigen Stolpersteinen in Sachen Nachhaltigkeit verbunden. Doch mir geht es nicht ausschließlich um Nachhaltigkeit; das Bloggen ruft zusätzliche Aspekte auf den Plan: wie fülle ich den Blog mit Inhalten, ohne von der Masse an Produkten überrollt zu werden? Was brauche ich als Konsumentin wirklich? Inwieweit beeinflusst das Bloggen meinen Konsum? Diese und weitere Fragen subsummiere ich unter dem Begriff des achtsamen Beauty-Bloggens. Drei große Bereiche habe ich dabei besonders im Visier: mein Kaufverhalten, das Nutzen der Produkte und das Schreiben der Blogbeiträge. Für jeden diese Bereiche habe ich mittlerweile Wege gefunden, um das Bloggen möglichst achtsam zu gestalten:

Konsumieren: Produktwahl und Kaufverhalten

achtsam bloggen produktproben

Gerade zu Beginn meines Blogger-Daseins war ich innerlich manchmal getrieben: muss ich die neueste alverde-LE jetzt auch kaufen, um sie auf dem Blog vorzustellen, obwohl sie mich eigentlich gar nicht interessiert? Und wenn gefühlt jeder plötzlich Und Gretel verfallen ist, brauche ich die Produkte dann auch? Mittlerweile habe ich, was das anbelangt, die nötige Gelassenheit entwickelt, um mir selbst keinen unnötigen Druck zu machen. In meinem Beitrag zum Thema Don’t believe the hype habe ich bereits einige Gedanken zum Thema Kosmetikkonsum mit euch geteilt. Strategien wie das Darüber-Schlafen bei Online-Bestellungen und den Verzicht auf Backups praktiziere ich nach wie vor (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). Drei weitere Punkte haben sich bei mir in Bezug auf den Kauf neuer Produkte als besonders erfolgreich erwiesen:

Multifunktionsprodukte kaufen.

Ich mag Produkte, die mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen: warum eine reichhaltigere Creme für den Winter kaufen, wenn ich meine Herbstpflege einfach mit einem Tropfen Öl pimpen kann, das ich ohnehin schon für die Körperpflege nutze? Wozu in zig neue Lidschatten und Highlighter investieren, wenn  der Master Mixer von RMS Beauty mit jedem bereits vorhandenen dekorativen Produkt neue Farbtöne kreieren kann? Auch Produkte, die sich ohne Probleme in meine bestehende Pflegeroutine integrieren lassen, schätze ich sehr.

Das Auge beim Kauf nicht zu sehr mitentscheiden lassen.

Ich liebe schön designte Flakons, Tiegel und Tuben und ansprechende Verpackungen! Vor meinem geistigen Auge ploppen schon allein beim Online-Shoppen oft sofort Ideen für Blogfotos auf. Und ja, ab und an bin auch ich einfach Verpackungsopfer. Grundsätzlich mache ich mir aber immer wieder bewusst, dass ein schniekes Design nicht der primäre Grund für eine Kaufentscheidung sein sollte, sondern es vor allem auf die inneren Werte ankommt. Aber ich freue mich natürlich, wenn diese Werte dann dennoch in schickem Gewand daherkommen, keine Frage. 😉

Online-Shoppen mit Strategie.

Als Provinzler kaufe ich überwiegend online. Dass das nicht die nachhaltigste Form des Konsums ist, ist mir absolut klar. Die Logistik verbraucht Ressourcen, es fällt Material für den Versand an usw. Um wenigstens einen Teil des Online-Konsums sinnvoll zu gestalten, versuche ich zum einen, meine Bestellungen zu bündeln, d. h. ich bestelle keine einzelnen, sondern mehrere Produkte und verteile eine Wunschliste an Produkten möglichst nicht auf 3 verschiedene Online-Shops. Zum anderen möchte ich Produkte nicht via iHerb und Co. um die halbe Welt schippern lassen. Gleichzeitig verwende ich die Kartons, die zum Versand benötigt werden, so gut es geht weiter, zum Beispiel für Blog-Gewinnspiele oder als Geschenkkartons zu Weihnachten.

Nutzen: Produkte aufbrauchen oder weitergeben

achtsam bloggen produktproben

Sind die Produkte einmal in den eigenen vier Wänden gelandet, sollen sie natürlich auch genutzt werden. So wie ich kein Freund von Fast Fashion bin, bei der morgen schon out ist, was heute noch Must-Have war, so möchte ich auch meine Kosmetik möglichst langlebig anwenden und keine Produkte verschwenden. Deshalb habe ich beispielsweise immer nur 1-2 Shampoos parallel in Benutzung. Eine neue Gesichtsmaske werde ich erst kaufen, wenn mein Favorit von Vestige Verdant geleert ist, weil ich mit der Wirkung einfach rundum zufrieden bin. Und ein weiterer Lippenstift von ILIA Beauty darf erst bei mir einziehen, wenn Nobody’s baby irgendwann aufgebraucht ist. Neben dem Aufbrauchen meiner gekauften Produkte spielen für mich Produktproben und PR-Samples auch eine Rolle:

Probenbestände minimieren.

Die Servicequalität meiner liebsten Online-Shops zeichnet sich u. a. durch die großzügige Beigabe von Proben aus. Im Laufe der Zeit häufen diese sich ziemlich schnell an. Selbst, wenn ich Proben gern nutze, um mein Beautygepäck auf Reisen zu bestücken, reicht dies nicht aus, um ihren Bestand zu minimieren. Ich habe mir dafür noch eine andere Strategie überlegt: in meinem Badezimmer steht nun ein Topf mit vielen Proben und jeder Gast ist herzlich eingeladen, sich daran nach Lust und Laune zu bedienen (siehe Foto oben).

Der Umgang mit PR-Samples.

In den meisten Fällen werde ich kontaktiert, bevor ich PR-Samples erhalte, so dass ich bewusst auswählen kann, ob ein angebotenes Produkt für mich überhaupt in Frage kommt oder nicht. Was nicht zu mir, meiner Haut, meinen Vorlieben und meinem Blogprofil passt, lehne ich dankend ab, d. h. ich konsumiere auch hier bewusst. Gleichzeitig bekomme ich aber auch hier und da ungefragt Päckchen zugeschickt, so dass ich auf deren Inhalt natürlich keinen Einfluss habe. PR-Samples, die ich nicht nutzen möchte  und auch den ein oder anderen Fehlkauf (tja, die Kehrseite des Online-Shoppens) gebe ich gern weiter. Darüber freuen sich dann zum Beispiel meine Mutti oder Freundinnen.

Eine schöne Möglichkeit, wie das Weitergeben von Produkten unter Bloggern aussehen kann, hat Karin von Kosmetik natürlich mit der 3. Auflage der Blogger BIOty Box auf die Beine gestellt.

Schreiben: Themenvielfalt und Beitragsplanung

Mein Schreibrhythmus hat sich seit dem Beginn von Herbs & Flowers nicht verändert – seit Juli 2014 erscheint montags und donnerstags ein neuer Beitrag. Am Anfang hatte ich schon etwas Zweifel, ob ich überhaupt genug „Material“ haben würde, worüber ich schreiben kann. Muss ich jetzt aller 2 Wochen neue Sachen kaufen, um ca. 8 Beiträge im Monat füllen zu können? Schnell war klar, dass ich das weder kann noch möchte. Also habe ich nach und nach entdeckt, wie ich den Blog sinnvoll mit Leben und Inhalten füllen kann, ohne das Gefühl von Konsumzwang zu haben:

  • Beiträge zu einem bestimmten Oberthema, in denen ich Produkte, die ich bereits habe, miteinander kombiniert in Szene setzen kann, wie zum Beispiel Anfang des Jahres zum Thema Lavendel.
  • Die Aufgeschnappt-Posts: dort kann ich spannende Neuigkeiten mit euch teilen (verführe mich bei den Recherchen dazu aber zugegebenermaßen auch ab und an selbst zum Kauf. Stichwort Master Mixer.)
  • Dann gibt es natürlich auch eher gedankenlastige Beiträge, die im Prinzip ganz ohne Produkte auskommen, wie dieser oder der zum Thema Limited Editions.
  • Meine Farbtupfer: dort kann ich vorhandene Produkte immer wieder aufs Neue miteinander kombinieren. Ein neuer Farbtupfer-Beitrag steht übrigens schon auf meiner Liste.
  • Apropos Listen: ein Redaktionsplan hilft mir dabei, mir bewusst zu machen, dass mir die Themen für den Blog so schnell mit Sicherheit nicht ausgehen werden. Dabei setze ich übrigens auf eine Mischung aus fester Beitragsplanung und loser Inspirations- und Themensammlung.

Mit diesen verschiedenen Strategien fahre ich in Summe ganz gut, benutze meine Produkte mit Liebe und Genuss und gebe Achtsamkeit und Nachhaltigkeit in meinem Konsumverhalten noch mehr Raum.

Wie gestaltet ihr euren Beautykonsum, egal ob Blogger oder nicht, möglichst achtsam und nachhaltig? Welche Tipps habt ihr, um die Kosmetikbestände überschaubar zu halten? Und wie geht ihr mit Fehlkäufen um?

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag

You Might Also Like

23 Comments

  • Reply Melanie | Nixenhaar.de 8. Februar 2016 at 1:01

    Ein schöner Artikel! Ich fand den von Ginni schon so super.

    Im Bereich Beauty Konsum tue ich mich auch recht schwer. Vor allem bei der dekorativen Kosmetik schmachte ich häufig LEs an und kaufe sie dann auch oft. Gerade bei alverde, wo die paar Euro nicht so weh tuen. Außerdem gebe ich dafür immer meine Payback-Punkte aus, so dass das Portemonnaie nicht leichter wird.
    Bei pflegender Kosmetik habe ich mich viel besser unter Kontrolle, aber vor allem da werde ich zeitweise auch mal von PR-Samples überschwemmt. Irgendwie toll, schließlich kann man auch vieles mal ausprobieren, für meinen Vorrat an Kosmetik allerdings eher schlecht.
    Ein weiteres Problem von mir ist, dass ich mich dann so schlecht von den Produkten trennen kann. Ich mache lieber eine Liste, was ich in welcher Reihenfolge probieren möchte (und dann auch aufbrauchen muss – vorher breche ich kein neues Produkt an!), als was zu verschenken. Ich glaube, das ist wirklich ein Bereich, in dem ich noch sehr an mir arbeiten muss. 🙂

    Im Großen und ganzen bin ich, wenn ich zurückblicke, auch sehr überrascht, wie wenig man als Blogger kaufen MUSS, um einen Blog zu füllen. Ich habe einen Ordner, in dem ich Bilder für neue Produkte sammle. Das ist echt nicht soo viel. Allerdings bin ich, seitdem ich Beautybloggerin bin, doch eher verführt, mal etwas mehr zu kaufen.

    So. Und bei dieser Textwand belasse ich es jetzt, und wende mich noch einen Augenblick meiner BA-Arbeit zu. Wir sehen uns sicher in Nürnberg. 🙂
    Liebe Grüße! 🙂

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:00

      Mir geht’s mit der dekorativen Kosmetik ähnlich, da komme ich schneller in Versuchung als bei der Pflege, da meine Haut mir Produkt-Hopping im Gesicht schnell übel nimmt. Wenn ein Produkt mich nicht überzeugt, gebe ich allerdings leichten Herzens weiter, anstatt es aufzubrauchen.

      Es war schön, dich in Nürnberg wiederzusehen!

      Liebe Grüße!

  • Reply strawberrymouse 8. Februar 2016 at 1:08

    Schöner Beitrag!
    Im Prinzip halte ich es genauso minus der Blogplanung 😀
    Tatsächlich habe ich überlegt, wie sinnvoll es ist bei iherb zu bestellen, bevor ich das gestern getan habe. Dass ich viel online bestellen muss, ärgert mich auch; muss es dann auch noch soweit reisen? Allerdings werden die Produkte z.T. ja auch hier vertrieben, haben also prinzipiell, ob sie nun zu mir kommen oder zuerst in einem anderen Onlineshop landen (und dann ggf. noch zusätzlicher Verpackungsaufwand) ohnehin diesen Weg.
    Der Topf im Bad ist eine klasse Idee! Die klaue ich mal 😉
    strawberrymouse kürzlich veröffentlicht…Aufgebraucht & Nachgekauft November 2015My Profile

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:02

      Hihi, dann viel Spaß beim Töpfchen-Aufstellen! 😀 Der Gedanke, dass ein Produkt erst aus den USA zu mir „anreisen“ muss, hat mich tatsächlich bisher von einer Bestellung abgehalten (und die Sache mit dem Zoll auch). Aber stimmt schon, viele Produkte werden an sich ja auch erst importiert, Zuii ist ja zum Beispiel auch nicht gerade um die Ecke beheimatet.

      Liebe Grüße!

  • Reply pretty green woman 8. Februar 2016 at 7:47

    Ein sehr schöner und nachdenklicher Artikel, liebe Ida.

    Mir gehen dazu momentan auch oft und viele Gedanken durch den Kopf. Seitdem ich kein geregeltes Einkommen mehr habe, achte ich sehr darauf, was ich mir kaufe und überlege mir drei Mal, ob ich das Produkt wirklich brauche. Das war schon eine große Umstellung, aber inzwischen ist es sehr befreiend nicht bei jedem neuen NK- Produkt, das ich sehe, den Drang des „Habenmüssens“ zu verspüren. 😉

    Dazu kommt, dass ich auf diese Weise auch endlich mal dazu komme Vorräte aufzubrauchen. Auf der anderen Seite habe ich ein „schlechtes Gewissen“, weil ich dadurch halt auch deutlich mehr Samples auf dem Blog zeige. Aber warum soll ich mir beispielsweise eine neue Reinigungsmilch kaufen, wenn ich noch x Stück davon im Schrank stehen habe? Nur damit ich sie selber gekauft habe? Nein, das scheint mir wenig nachhaltig zu sein. Vielleicht sollte ich dazu auch mal ein paar meiner Gedanken niederschreiben. 🙂

    Liebe Grüße,
    Jenni
    pretty green woman kürzlich veröffentlicht…2. Bloggergespräch bei Pure Schönheit [Event]My Profile

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:03

      Das mit dem Haben-Müssen-Gefühl kenne ich auch nur zu gut. Gerade jetzt nach der Vivaness merke ich, dass ich spontan zig Dinge bestellen könnte, die mir auf der Messe gefallen haben. Da ist einmal mehr der Verstand gefragt. 😀 Ich wäre übrigens sehr auf einen Artikel von dir zu diesem Thema gespannt!

      Liebe Grüße!

  • Reply Theresa vom Projekt Schminkumstellung 8. Februar 2016 at 8:47

    Liebe Ida, mir hat Ginnis Artikel zum Thema auch sehr gefallen und ich finde mich auch in vielen deiner Punkte wieder. Ich versuche nur noch 1 Produkt pro Kategorie zu besitzen bzw. gleichzeitig zu benutzen und das klappt ganz gut. Mit meinen Pröbchen have ich einen Adventskalender gefüllt, was ich nächstes Jahr definitiv wieder machen werde (: . Aber natürlich schmachtet man gern neue Produkte an und es gibt so vieles, das man gern mal testen würde. Genau aus diesem Grund versuche ich aber immer Probegrößen eines Produktes zu finden, bevor ich es mir in der Vollgröße kaufe und es nachher nicht mag. Wenn es von einem Produkt keine Proben gibt wird es deshalb erst mal von der Wunschliste gestrichen..oder sagen wir mal rutscht es etwas weiter nach hinten x) .
    Liebe Grüße.
    Theresa vom Projekt Schminkumstellung kürzlich veröffentlicht…Aufgebraucht Nr. 16My Profile

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:05

      Die Idee, mit Pröbchen einen Adventskalender zu füllen, hatte ich im letzten Jahr auch, habe es dann aber doch nicht getan. Ein Produkt je Kategorie werde ich vermutlich nie besitzen, oder nur, wenn die Kategorien sehr eng gefasst sind (hellbrauner Lidschatten, hellbeiger Lidschatten, hellbrauner Lidschatten mit Glitzer usw. 😀 😀 :D).

      Liebe Grüße!

  • Reply Ann-Kathrin 8. Februar 2016 at 12:37

    Ich fand schon den Beitrag von Ginni zu dem Thema Nachhaltigkeit sehr interessant und auch dein Beitrag spricht mich sehr an. Ich finde Nachhalitigkeit ist ein wirklich wichtiges Thema. Bei der Kosmetik stoße ich momentan noch an meine Grenzen. Ich stehe noch am Anfang meiner Umstellung auf Naturkosmetik und muss mich dementsprechend ein bisschen durchprobieren. Mein Ziel ist es jedoch, für mich passende Produkte zu finden und dann auch größtenteils bei diesen Produkten zu bleiben. Zur Zeit tendiere ich auch dazu mir, wenn möglich, Probengrößen zu kaufen. Die Idee mit der Kiste im Bad finde ich spitze und werden sie auf jeden Fall aufgreifen. Kurz vor Weihnachten habe ich meine gesamte konventionelle Kosmetik und Pflegeprodukte (viele davon nie oder nur ganz selten benutzt) an Familie und Freunde verschenkt – das kam sehr gut bei ihnen an und ich war froh, glückliche Abnehmer gefunden zu haben.
    Was für mich definitiv nicht in Frage kommt ist, extra Produkte zu kaufen, nur um sie auf dem Blog vorstellen zu können. Das wäre genau das Gegenteil von Nachhaltigkeit und das könnte ich mir auch finanziell gar nicht leisten.
    Klasse finde ich, dass du PR-Samples auch mal ablehnst wenn sie nicht zu dir passen – das würde wohl nicht jeder Bloggern tun.
    Liebe Grüße
    Ann-Kathrin kürzlich veröffentlicht…Zucker und seine Alternativen – was ist wirklich gesünder?My Profile

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:08

      Sample-Anfragen auch abzulehnen halte ich für grundlegend wichtig – aus vielerlei Gründen. Ich finde es klasse, wenn Firmen vorher gezielt anfragen und nicht einfach ein Päckchen losschicken. Ab und an landen per Post auch konventionelle Produkte oder Greenwashing-Gedöns ungefragt per Post bei mir, das ist dann besonders ärgerlich.

      Liebe Grüße!

  • Reply Petra 8. Februar 2016 at 15:02

    Den anderen Artikel kenne ich nicht, da ich nur bei vier Beauty-Blogs permanent mitlese. Allerdings gehöre ich ja schon zu den Intensivtäter* innen, so dass ich mich hier mal äußere ohne selbst zu bloggen.
    Ich werfe sehr wenig weg. Entweder ich verkaufe, tausche oder verschenke. Bevor etwas in meiner Schublade vergammelt, schenke ich es lieber her, auch wenn es (sehr) teuer war. Ich kaufe allerdings auch nicht wahllos. Allerdings kaufe ich oft in Übersee, einfach weil die Produkte mich flashen. Und ich muss daher, da bekomme ich so gut wie nie ein Paket, das mit Plastikchips gefüllt ist – sorry, liebe Naturdrogerie, aber die Luftpolsterfolie und die Plastikchips gehen gar nicht. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich kurz nach der Vivaness meine Biobox kündigen werde. Dass es anders geht, zeigt zB Haut aus Canada. Die Polsterumschläge sind aus recyceltem Papier und die Probenfolien kompostierbar.
    Außerdem teilen Ellalei und ich uns oft Produkte und wir bestellen gemeinsam.
    Für Blogger bietet sich ja auch die Möglichkeit eines Blog-Sales, daran finde ich nichts verwerfliches.
    Und ja, auch ich mag Proben, aber nicht alles. Zum Glück gibt es bei unseren Treffen nur ganz selten mal niemanden, der sich findet (Abel war so ein Ding, keine mochte das Parfum).

    Über IG haben wir übrigens mal ein Kooperationsangebot bekommen, eine Gesichts- und Körperölmarke wollte uns beglücken. Wir haben uns kurz abgestimmt, abe’s die Produkte kannten wir und die haben uns nicht umgehauen. Vor allem aber passen Image und Design der Marke einfach nicht zu uns als moderne selbstbestimmte und urbane Frauen. Zum Glück gibt es bei uns kein Impressum, ich glaube, ich würde ziemlich austicken, wenn ich völlig sinnfrei mit Pressesamples zugeballert würde kürzlich Erbse.
    Außerdem finde ich, dass Schwächen uns menschlich machen. Und wenn der Beautykonsum ausgeglichen wird über Reduzierung in anderen Bereichen ist das doch ok.

    • Reply Petra 8. Februar 2016 at 15:04

      Ohoh Autokorrektur:
      Ich muss daher = ich muss sagen

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:10

      Mir geht es auch so, dass ich ein Produkt lieber weitergebe, als es bis zum Kippen versauern zu lassen – ganz unabhängig vom Preis. Das gemeinsame Bestellen finde ich super, ich kann Bestellungen bisher nur immer mit mir selbst bündeln, haha. Und jetzt auf der Vivaness hatten wir einen kleinen Blogger-Beauty-Basar, in dem wir unliebsame Produkte miteinander getauscht haben. Das war super! Erbses Artikel hat mir übrigens auch sehr aus der Seele gesprochen, zumal diese unliebsamen grüngewaschenen Produkte auch ungefragt per Post bei mir gelandet sind (und ich dafür extra noch auf die Postfiliale musste). Ärgerlich!

      Liebe Grüße!

  • Reply Fräulein Immergrün 8. Februar 2016 at 21:13

    Liebe Ida,
    ein schöner Beitrag, der einmal mehr zum Nachdenken anregt und sich den eigenen Konsum vor Augen führen lässt. Damals bei Ginni ging es mir ganz genauso.
    Ich fühle mich da auch ein bisschen ertappt und möchte eigentlich noch bewusster konsumieren. Oder eben in diesem Fall eher nicht. Ehrlich gesagt, gönne ich mir gern mal etwas – war eine Phase besonders anstrengend, dann möchte ich mich einfach belohnen. Dabei geht das ja eigentlich auch anders, z.B. mit einem langen Bad oder einfach ein bisschen mehr Quality Time.
    Ganz ehrlich frage ich mich, wie das große Blogger machen – so viel Haut hat kein Mensch und ein ständiges Produkthopping vertrage ich z.B. überhaupt nicht. Es wird Produkte geben, die ich wohl in den nächsten Monaten, wenn nicht gar Jahre, nicht leeren werde (Lippenstifte, Eyeshadows). Mittlerweile freuen sich über ungenutze Produkte vor allem meine Freundin und Kolleginnen. Die finden das natürlich sehr gut.
    Dennoch möchte ich mal einige deiner Strategien ausprobieren – die Nacht darüber schlafen, z.B. – oder erstmal eine Wunschliste anlegen um dann nach einer Weile zu sehen, sie sehr der Wunsch noch da ist. Dann ist die „Belohnung“ eigentlich noch viel größer 🙂

    Danke für Deine Gedanken! Grünste Grüße
    Fräulein Immergrün kürzlich veröffentlicht…„Ihr dürft SIE zu mir sagen“ (Mein Puritybag-Gewinn)My Profile

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:12

      Den Kauf von Kosmetik als Belohnungsmechanismus kenne ich von mir auch. 😉 Aber mittlerweile siegt der Verstand doch häufiger – in dem Moment, in dem man sich bewusst macht, was der eigentliche Kaufgrund ist, kann man doch noch schnell den Riegel davorschieben. Zumindest geht es mir so. Eine Wunschliste oder eben das Drüberschlafen helfen da bei mir sehr gut.

      Liebe Grüße!

  • Reply Christina 9. Februar 2016 at 23:05

    ein sehr schöner interessanter beitrag. vielen dank dafür.
    ich wünschte es würden mehr menschen so handeln und ihren konsum kritisch überdenken, nicht nur -aber auch- blogger.

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:13

      Ich denke, dass gerade im NK-Beauty-Bereich reflektiertes Konsumverhalten gar nicht so selten der Fall ist. 🙂

      Liebe Grüße!

      • Reply Christina 22. Februar 2016 at 11:59

        doch, finde ich leider schon. also viel öfter als man es eigentlich erwarten würde….

  • Reply Christina 9. Februar 2016 at 23:14

    ach, was ich in deinem beitrag -und leider auf den allermeisten anderen blogs- etwas vermisse ist ein hinweis, dass es auch nachhaltig ist/wäre, lokaler einzukaufen. bei nahrungsmitteln machen das so viele und achten darauf, aber die kosmetik darf dann gerne aus übersee sein. das finde ich immer so paradox. ich benutze zu 90% deutsche marken, beim rest achte ich darauf, dass es wenigstens aus europa kommt. da gibt es auch schon mehr als genug marken. es muß nix aus amerika, asien oder neuseeland sein, finde ich.

    • Reply Herbs & Flowers 14. Februar 2016 at 23:15

      Das hatte ich ja im Beitrag auch angeschnitten, dass ein Produkt für mich nicht erst um die halbe Welt schippern muss. Ich würde tatsächlich auch gern deutlich öfter regional kaufen, aber die Auswahl vor Ort ist sehr, sehr begrenzt. Mittlerweile mag ich allerdings auch viele Marken aus dem Ausland, da bleibt das Import-Problem in puncto Entfernung, Energiebilanz etc. dann leider doch nicht aus.

      Liebe Grüße!

  • Reply #WBR27 – Neues aus der Kosmetikbranche, Tierversuche und Linkliebe | Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog 18. März 2016 at 18:55

    […] nächsten Blutuntersuchung mitgenommen werden kann. ➽ Ida von Herbs & Flowers schrieb über Strategien für achtsameres und nachhaltigeres (Beauty-)Bloggen. ➽ Hélianthe von Was macht Heli schrieb zwei sehr amüsante Artikel, die ich mir eben direkt […]

  • Reply FashionqueensDiary 2. April 2016 at 18:00

    Toller Beitrag! Ich finde auch, dass das bewusste Nutzen von Beautysachen leider noch viel zu wenig thematisiert wird auf vielen Blogs und kann daher nur sagen: Daumen hoch für deinen Beitrag!
    FashionqueensDiary kürzlich veröffentlicht…Fashion Queen´s Diary – das BuchMy Profile

  • Reply Anna 6. Mai 2016 at 20:42

    Hallo Ida,
    ich finde deinen Beitrag super. Vor allem der Absatz über die Planung hat mir sehr gut gefallen. Der Satz „If you fail to plan, you plan to fail“ hat meiner Meinung nach hohen Wahrheitsgehalt. Vor allem der Punkt in dem du über den Redaktionsplan schreibst, hat mich sehr angesprochen. Ohne ihn würde ich es wohl kaum schaffen die Übersicht zu behalten und meinen Lesern das zu bieten, das sie nicht langweilt. Allerdings bedeutet er auch Arbeit und ich bekomme ein paar tiefe und dunkle Augenränder.

    Aber das ist es mir Wert. Mit ein wenig Concealer, Wasser und guter Ernährung habe ich sie schnell wieder im Griff.

    Mach weiter so! Viele Grüße Anna

  • Hinterlasse einen Kommentar

    commentluv