Von der Küche ins Badezimmer #1: Kurkuma

1. September 2016
primavera naturseife kurkuma

Es ist mal wieder Zeit für ein neues Format auf dem Blog! Unter dem Motto „Von der Küche ins Badezimmer“ werde ich in Zukunft bestimmte „Zutaten“ in den Fokus stellen, die ihr sowohl in der Küche als auch in naturkosmetischen Produkten findet. Vielleicht ist hier und da auch mal ein DIY-Rezept dabei. Mal sehen, wie das Format sich genau entwickeln wird, ich lasse mich da gern selbst überraschen. Aber keine Sorge, Herbs & Flowers mutiert nun nicht zum Kochblog! 😉

Einige Kandidaten habe ich schon auf der Liste, die bei mir von der Küche auch ins Bad gewandert sind. Den Anfang macht heute ein Gewürz, das ich erst seit ein paar Jahren so richtig zu schätzen weiß: Kurkuma.

Kurkuma – tolle Knolle mit vielen Talenten

kurkuma

Was genau ist Kurkuma denn eigentlich? Viele kennen das Ingwer-Gewächs aus Südasien, das auch als Gelbwurz bekannt ist, sicher in erster Linie aus dem Gewürzregal in pulverisierter Form. Doch Kurkuma gibt es auch „am Stück“ zu kaufen, mich erinnert der Gelbwurz als Knolle irgendwie immer an eine Mischung aus Raupen und Riesenmaden. Nicht gerade ein optisches Highlight in der Gemüseabteilung des Bioladens, dafür aber ein echtes Powerpaket. Kurkuma ist vor allem im Ayurveda sehr beliebt und wird mit vielen positiven Wirkungen auf den gesamten Körper assoziiert: von der Stärkung des Immunsystems über die Ankurbelung des Zellstoffwechsels bis hin zur Schmerzlinderung bei rheumatischen Beschwerden und Hilfe bei Magen-Darm-Problemen.

Kurkuma in der Küche

sonnentor kurkuma latte pukka goldene kurkuma tee

Kurkuma fetzt! Ich mag das Gewürz sowohl in Mischungen in Currys als auch zum Aufpeppen von Suppen (yeah, bald ist wieder Kürbissuppen-Zeit!). Mit seiner leuchtend gelb-orangenen Farbe verleiht Kurkuma jedem Gericht eine Art „Sonnenkuss“. Was der Bronzer auf den Wangen ist, ist Kurkuma quasi beim Kochen. 😀 Wer von euch schon mal Kurkuma zwischen den Fingern hatte, wird bestätigen können, dass das Zeug verdammt gut – und verdammt lange – färbt!

Besonders gern mag ich Kurkuma auch als Getränkezutat. Ja, auch ich bin Fan der „Goldenen Milch“. Ich mag sowohl die ayurvedische Variante mit selbstgemachter Paste aus Kurkuma und Gewürzen als auch die schnelle „Fertigmischung“ von Sonnentor (die man aber auch für die ayurvedische Zubereitung verwenden kann). Jetzt im Sommer mixe ich mir gern eine Kurkuma-Variante der klassischen Eisschokolade: Dazu rühre ich 2-3 TL der Sonnentor-Mischung in eine große Tasse Reismilch, koche das Ganze auf und lasse die Mischung anschließend abkühlen, bis sie lauwarm ist. Dazu gesellen sich dann einige Eiswürfel, eine Prise Pfeffer und eine groooße Kugel Vanilleeis. Strohhalm rein und genießen. Yummy!

Relativ neu ist der „Goldene Kurkuma“-Tee von Pukka. Hier verleiht der Gelbwurz grünem Tee im Zusammenspiel mit anderen Gewürzen wie Süßholzwurzel und Kardamom sowie Zitrone ein fein-herbes Aroma und eine schöne gelbliche Farbe.

Falls ihr noch Inspiration rund um Kurkuma in der Küche sucht, schaut mal hier vorbei:

Kurkuma im Badezimmer

primavera naturseife kurkuma

Auch in der Naturkosmetik ist Kurkuma vielfältig einsetzbar. Dabei spielt nicht nur die gelbe Farbe des Curcumins eine Rolle, sondern vor allem auch die antibakterielle, entzündungshemmende und antioxidative Wirkung auf die Haut.

Mein derzeitiger kosmetischer Kurkuma-Favorit für den täglichen Gebrauch ist die Naturseife Kurkuma von Primavera. Das kleine Seifenstück, das ich hier als Geschenkversion mit passender Seifenschale bei meinem Besuch im Allgäu gekauft habe, duftet herrlich holzig-würzig und gleichzeitig frisch. Die Seife sorgt außerdem für einen angenehmen, leichten Peelingeffekt. Im Online-Shop von Primavera habe ich die Seife einzeln nicht gefunden, dafür ist sie aber Bestandteil dieses Geschenksets. Und das sind die Inhaltsstoffe:

SODIUM MUSTARDSEEDATE, WATER (AQUA), SODIUM COCOATE, GLYCERIN, BEESWAX (CERA ALBA), CURCUMA LONGA (TURMERIC) ROOT POWDER, ARTEMISIA VULGARIS OIL, LIMONENE** * ORG = KONTROLLIERT BIOLOGISCHER ANBAU ** NATÜRLICHE BESTANDTEILE 100% NATURREINER ÄTHERISCHER ÖLE

Des Weiteren findet ihr Kurkuma als Farbstoff in verschiedenen Pflanzenhaarfarben, zum Beispiel dem Flammenrot von Sante.

Das ätherische Öl wiederum kann auch in der Parfumkunst genutzt werden, um Naturdüften eine orientalische Note zu verleihen. Das ist zum Beispiel beim Duft Bahou von Florascent aus der Aqua Orientalis-Reihe der Fall, Kurkuma ist dabei Bestandteil der Kopfnote:

  • Kopfnoten: Curcuma, Safran, Nelke
  • Herznoten: Opoponax, Myrrhe
  • Basisnoten: Sandelholz, Weihrauch

Rezepte zum Selbermachen in der Rührküche habe ich beispielsweise auf Ein bisschen vegan und  Sugarpeaches gefunden. Eine Gesichtsmaske werde ich demnächst mal ausprobieren!

Ich hoffe, ihr hattet Spaß am Auftakt meiner neuen Serie! Mögt ihr Kurkuma, Curry und Goldene Milch auch so sehr wie ich? Und habt ihr die gelbe Knolle schon mal in der Rührküche verwendet?

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19 Comments

  • Reply Kati 1. September 2016 at 10:09

    Sehr schöner Beitrag, habe ich gerne gelesen und freue mich auf Weiteres aus dieser Kategorie 🙂
    Ich wusste von Kurkuma bisher auch nur, dass es leuchtend gelb und exotisch ist und ich irgendwo mal ein Rezept für eine Gesichtsmaske gespeichert hatte – vielen Dank für die tolle Vorstellung! 🙂

    • Reply Herbs & Flowers 4. September 2016 at 13:17

      Vielen Dank, Kati! Im Laufe des Septembers folgt der zweite Teil der neuen Serie. 🙂

  • Reply Gila 1. September 2016 at 10:11

    Deine Begeisterung für Kurkuma teile ich voll und ganz. Und zwar schon seit vielen Jahren, bevor der Hype um Kurkuma auf allen Kanälen so richtig los ging.
    Es gibt inzwischen auch relativ häufig Gesichtspflege mit K. Und zwar nicht nur bei ayurvedischer Kosmetik. Trotzdem möchte ich dich warnen, die gesichtsmaske anzuwenden , wenn du nicht zum Gilb mutieren willst. Da kommt es sehr auf die Dosierung und die anderen Zutaten an, wie am Ende das Ergebnis aussieht. In Indien allerdings ist die kurkumabehandlung, d i e Aktion vor der Hochzeit für schöne Haut am ganzen Körper. Vor Nachahmung hier wird ausdrücklich gewarnt, denn Inderinnen haben ein ganz anderes hautkolorit!
    Aber für fast alle anderen Hautprobleme ist Kurkuma der Hit! Auch und gerade innerlich eingenommen!
    Bin gespannt auf weitere Tipps aus deiner Küche für Schönheit und Ausstrahlung.

    • Reply Herbs & Flowers 4. September 2016 at 13:19

      Ja, dass Kurkumamasken in Indien zum vorhochzeitlichen Beauty-Treatment oft dazu gehören, habe ich auch schon oft gelesen (bzw. mir einige Youtube-Videos dazu angeschaut). Und klar, bei einer Maske würde ich – nicht zuletzt auch aufgrund meiner sensiblen Haut – ohenhin erst mal ganz vorsichtig dosieren. Durch einen Zufall, der mit Luftbewegungen aufgrund von Lachanfall zu tun hat, weiß ich bspw. auch, wie Matchatee pur auf der Haut aussieht – Shrek lässt grüßen. 😀

  • Reply Elisabeth Green 1. September 2016 at 10:46

    Ach toll – noch ein Kurkuma-Fan 😉 In der Küche verwende ich die Knolle auch regelmäßig, im Bad hatte ich dagegen noch keine (bewussten) Berührungspunkte.

    Liebe Grüße
    Elisabeth
    Elisabeth Green kürzlich veröffentlicht…Nachhaltigkeit trifft Luxus: Erste Eindrücke der Kjaer Weis LippenstifteMy Profile

    • Reply Herbs & Flowers 4. September 2016 at 13:20

      Ich glaube, es ist nur eine Frage der Zeit, bis Kurkuma auch in Pflegeprodukten noch häufiger zu finden ist bzw. explizit kommuniziert wird. Was im Lebensmittelbereich funktioniert, schwappt ja häufig etwas später in die Kosmetikbranche über.

  • Reply Andrea 1. September 2016 at 11:23

    Ich verwende oft Kurkuma, weil ich sehr gerne indisch koche. Mir hat er sogar mal meine anthrazitfarbene Arbeitsplatte verfärbt… Zum Glück zieht es die Farbe wieder raus mit der Zeit.
    Im Badezimmer kannte ich Kurkuma bisher nicht, aber das ist sicherlich einen Test wert. Danke für die Anregung und ganz liebe Grüße!

    • Reply Herbs & Flowers 4. September 2016 at 13:22

      Zur indischen Küche gehört Kurkuma natürlich ganz unbedingt dazu. 🙂 Und jaa, die „Färbeleistung“ ist echt enorm. Wenn ich mit den frischen Wurzeln hantiere, tue ich das mittlerweile nur noch mit Handschuhen. 😀

  • Reply Sugarpeaches 1. September 2016 at 13:43

    Danke für’s verlinken! 🙂 Kurkuma ist wirklich eine tolle Knolle – ich koche damit schon seit Jahren, und auch für Masken verwende ich das Pulver super gerne wenn die Haut mal wieder spinnt. Klar, man muss aufpassen, weil es durchaus recht stark einfärbt, aber die Dosierung und Einwirkzeit machen es halt aus. Unbedingt ausprobieren möchte ich Kurkuma-Tee, oder vielleicht sogar diese Sonnentor „Kurkuma Latte“, auch wenn’s ein bisschen seltsam klingt.

    Liebe Grüße,
    Ulrike
    Sugarpeaches kürzlich veröffentlicht…Alverde Neuheiten Herbst 2016 – Beauty NewsMy Profile

    • Reply Herbs & Flowers 4. September 2016 at 13:22

      In der Schrot & Korn habe ich just am Donnerstag entdeckt, dass es von Sonnentor nun auch 3 verschiedene Teesorten mit Kurkuma gibt – vielleicht sind die ja für dich auch interessant!

  • Reply Pandas Mum 1. September 2016 at 20:08

    Diese neue Reihe find ich klasse! Kurkuma habe ich erst letztes Jahr für mich entdeckt und das bisher nur in Nudel- Gemüse -Pfannengerichten 😀 Bei der Latte Mischung von Sonnentor bin ich schon öfter rumgeschlichen, das nächste Mal kommt sie mit! Der Herbst ist ja schon im Anmarsch und da wird es Zeit zum Einkuscheln und Goldene Milch ausprobieren. Durch die Kosmetik DIYS werde ich mich auch gleich klicken 🙂
    Liebe Grüße

    • Reply Herbs & Flowers 4. September 2016 at 13:23

      Ja, auf viel, viel Goldene Milch im Herbst freue ich mich auch schon sehr – vor allem in Kombination mit Decke und Buch im Lesesessel. 🙂

  • Reply Kerstin 2. September 2016 at 13:35

    Jetzt hast Du mich gerade daran erinnert, bald mal die kleine Primavera Seife aus meiner „kleinen“ Seifenvorratskiste 🙂 zu befreien und endlich anzuwaschen. Ich muss zugeben, ich hatte ein wenig Angst sie könnte abfärben, da ich meine Seifen im Bad gerne auf Waschlappen liegen habe.
    Kurkuma mag ich auch sehr bzw. verbinde es mit einer lieben Freundin, die auf der französischen Übersee-Insel La Reúnion lebt. Sie hat mir vor Jahren immer Tütchen von der Gewürzfrau ihres Vetrauens mitgebracht und mir von den gesundheitlichen Benefits vorgeschwärmt, die die gelbe Wurzel hat. Seitdem nutze ich das Pulver häufig zum Kochen. Du kannst auch mal ein wenig davon ins Nudelwasser geben, die Pasta bekommt dadurch eine satte, knallgelbe Farbe ;-). Von der Wurzel bin ich etwas abgekommen bzw. würde sie nur mit Handschuhen verwende, meine Finger sahen danach immer aus, als wäre ich Kettenraucherin. Mit der Maske sah das ähnlich aus, man hätte mich glatt für die Simpsons casten können. In geringer Dosierung, wie z.B. im Clean Dirt, ist davon aber nichts zu sehen.
    Ich freue mich auf deine neue Serie und bin gespannt auf weitere Inspirationen.
    LG Kerstin

    • Reply Herbs & Flowers 4. September 2016 at 13:26

      Oja, Pasta einfärben ist eine tolle Idee, das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren! Und ja, mit der frischen Wurzel hantiere ich in der Tat auch nur mit Handschuhen, nachdem ich mal tagelang gelbe Fingerkuppen hatte, hihi.
      Ah, stimmt, im Clean Dirt ist ja auch Kurkuma drin! Viel Spaß beim „Anwaschen“ deiner Primavera-Seife wünsche ich dir. 🙂

  • Reply Lena 3. September 2016 at 15:21

    Diese Beitragsreihe ist wie für mich gemacht – ich freue mich schon sehr auf die nächsten Posts dazu. 🙂
    Einen Blogbeitrag unter das Motto einer Küchenzutat zu stellen finde ich eine tolle Herangehensweise und sollte sich in Zukunft auch das ein oder andere DIY dazwischenschleichen, freue ich mich natürlich besonders… 😉
    Kurkuma habe ich bisher tatsächlich nur in der Küche verwendet. Kurkumalatte von Sonnentor will ich schon testen, seit ich das Produkt das erste Mal gesehen habe. Leider habe ich es noch nicht im Laden gefunden und versuche eine Bestellung zu vermeiden – die Gefahr was ich noch alles mitbestellen könnte habe ich bisher als zu groß eingestuft. 😀
    Mit deiner Eisschokoladen-Variante sollte das jetzt wohl kein Hindernis mehr sein… :-)))

    Liebe Grüße,
    Lena
    Lena kürzlich veröffentlicht…Sammelkalender #4: JohanniskrautMy Profile

    • Reply Herbs & Flowers 4. September 2016 at 13:27

      Ich hatte die Kurkuma Latte-Mischung in „meinem“ Bioladen bestellt, nun ist sie dort scheinbar fest ins Sortiment eingezogen! Und so eine „gelbe Eisschokolade“ kann ich dir sehr empfehlen. Nächste Woche soll es ja auch nochmal warm werden… 😉

      • Reply Lena 6. September 2016 at 17:08

        An’s Bestellen im Laden habe ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht – irgendwie macht das Online-Angebot wirklich lauffaul und verwöhnt fast schon zu sehr mit ständiger Verfügbarkeit und schnellen Lieferzeiten. Da ich momentan versuche das so weit wie möglich zu reduzieren, werde ich doch mal im Bio-Laden mit bestellen, danke für die Gedächtnisstütze… 🙂
        Liebe Grüße,
        Lena

        • Reply Herbs & Flowers 7. September 2016 at 14:32

          Hihi, ja, das stimmt, Online-Shoppen ist einfach sehr bequem – außer, wenn DHL mal wieder einfach den Paketschein einwirft, ohne zu klingeln, obwohl man Zuhause ist…

  • Reply Von der Küche ins Badezimmer #2: Gurke - herbsandflowers.de 4. September 2017 at 0:15

    […] der Küche als auch in Naturkosmetik zu finden sind. Der erste Beitrag dieser Reihe hat sich der Kurkuma-Knolle gewidmet. Schon lange habe ich weitere halbfertige Artikel im Notizbuch schlummern, heute geht es […]

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