Aroma-Radar #2: kuratierte Entdeckungen rund um Düfte und Aromatherapie

5. April 2021
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Es ist wieder Aroma-Radar-Zeit! In dieser Ausgabe geht es um den Einfluss von Düften und Gerüchen am Arbeitsplatz, drei ätherische Öle, die uns 2021 begleiten, ein schlaues Produkt, das ein traditionelles Hausmittel mit ätherischen Ölen verbindet, den Wald, ein Thema, das ich schon seit Jahren auf meiner Artikelliste habe und eine erfreuliche Entwicklung in Sachen MLM-Unternehmen. 

Los geht’s:


Wie riecht ein gutes Büro? Eine ziemlich wichtige Frage, wie ich finde! Meinem Empfinden nach sollte es jedenfalls nicht nach Kunststoff-Bodenbelag, grauem Teppich oder aggressiven Putzmitteln riechen. Welche Rolle das Riechen am Arbeitsplatz spielt, was es dabei zu beachten gilt und welche olfaktorischen Fettnäpfchen zu vermeiden sind – all diese Fragen beantwortet Prof. Johannes Frasnelli im Interview. Ich fände es wirklich wünschenswert, wenn diesem Thema in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden würde – und zwar nicht im Sinne einer penetranten Dauer- und Überbeduftung, sondern im Sinne der multisensorischen Förderung des Arbeitsplatzklimas durch bewusste Entscheidungen wie die Wahl geeigneter Materialien bei der Ausstattung, gute Belüftungsmöglichkeiten und eine gezielte Auseinandersetzung mit dem Thema Geruchsbelästigung und Duftgestaltung im Büro.

Die Duftpflanze des Jahres ist dieses Jahr der Orangenbaum. Hach! Ich liebe alle drei ätherischen Öle, die der süße und der bittere Orangenbaum zu bieten haben, sehr: Orange, Petit Grain und Neroli. In einem Blogbeitrag habe ich alle drei etwas näher beleuchtet und in Zukunft werden sie hier mit Sicherheit auch noch des öfteren auftauchen. Ausgewählt wird die Duftpflanze jedes Jahr übrigens von der VAGA, der Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche Aromapraktiker*innen.

Was kommt euch zuerst in den Sinn, wenn ihr an Essig denkt? Bohnensuppe? Saure Rinse? Oder etwas ganz anderes? Vermutlich jedenfalls nicht die Aromapflege. Dabei kann Essig im Zusammenspiel mit ätherischen Ölen eine spannende Einheit  bilden! Doris Karadar, Aroma-Koryphäe aus Tirol, hat mit dem sogenannten Acetum aromaticum Mischungen kreiert, die auf Apfelessig und Hydrolaten basieren und mit ausgewählten ätherischen Ölen kombiniert werden – alles in Bio-Qualität, versteht sich. Die „Aromaessige“ lassen sich in verdünnter Form bspw. für Kneipp-Waschungen oder zur Haar-, Haut- und Nagelpflege verwenden. Ich habe damit aber auch schon Schädlinge von meinen Zimmerpflanzen vertrieben. Ein großartiges Produkt, das ich sicherlich auch nochmal näher vorstellen werde. Ihr bekommt die verschiedenen Varianten online im Shop von Vivere Aromapflege, dort findet ihr auch viele Tipps zu den Anwendungsmöglichkeiten.

Im Winter war ich viel zu wenig im Wald unterwegs. Nun lockt das schöne Wetter (wenn es nicht gerade wieder schneit…) mich wieder öfter auf waldige Pfade und ich freue mich auf das Wiedererwachen der Natur direkt vor der Haustür. Für viele Menschen ist der Wald ein Kraftort. Und genau unter diesem Motto hat Duftexperte Dr. Bodo Kubartz, den ich sehr schätze, mit Anusati Thumm und Andrea Dahm von Primavera ein Interview geführt, das auf dem NaturkosmetikCamp-Blog zu finden ist.

Seit mehreren Jahren steht ein Artikel über blaue ätherische Öle auf meiner Artikelliste. Nun habe ich zu genau diesem Thema einen umfangreichen, spannenden, höchst informativen und gleichzeitig kurzweiligen Beitrag auf dem Blog von Sandra Ananda gefunden. Taucht ein in die Welt der blauen Wunder der Aromatherapie und lernt neben den üblichen Verdächtigen wie Echter Kamille, Schafgarbe und Rainfarn weitere Pflanzen kennen, deren ätherische Öle blau daherkommen.

Wer sich auf seriöse Weise mit Aromatherapie auseinandersetzt, wird sicher Freude an der folgenden Meldung haben: das National Advertising Review Board empfiehlt, dass ein bekanntes amerikanisches MLM-Unternehmen zukünftig auf bestimmte Gesundheits-Claims und auch den “Therapeutic Grade” bei seinen ätherischen Ölen verzichtet. Boom! Das wäre definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, denn selbsterfundende Pseudo-Labels und -Eigenschaften braucht nun wirklich niemand, der auf der Suche ist nach seriösen Anbietern ätherischer Öle.

Und mit diesen News endet diese Folge des Aroma-Radars! Euch wünsche ich einen duften Start in die neue Woche!

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