Rauhnachts-Kalender Türchen #11:
Wandel annehmen

3. Januar 2019
rauhnacht ahnentisch

Dass „panta rhei“ – alles fließt – meine Einstellung zum Leben ziemlich gut widerspiegelt, habe ich euch in diesem Beitrag im letzten Sommer verraten. Gleichzeitig fällt es mir manchmal gar nicht so leicht, mich mit sich verändernden Lebensumständen, Entwicklungen oder auch der Dynamik von Freundschaften anzufreunden. Das fühlt sich manchmal an wie ein kräftiges Rütteln am Fundament des eigenen Lebens. Und genau darum soll es heute unter dem Motto „Wandel annehmen“ im Rauhnachts-Kalender gehen.

Bei all der Dynamik, die im Fluss des Lebens steckt, hilft mir persönlich der Blick auf die Geschichte der eigenen Familie. Die eigene Familiengeschichte ist ja immer auch eine Geschichte des Wandels – von Generation zu Generation, mit Freude, Leid, glücklichen Zufällen, schicksalhaften Wendungen im Leben, sich im Laufe der Zeit grundlegend anderen Lebensumständen usw. Darüber hinaus ist meine Familie im Hier und Jetzt meine Basis, die mich durch Zeiten des Wandels, der sich in allen Bereichen des Lebens zeigen kann, trägt und gleichzeitig erdet. Und gleichzeitig spüre ich eine Leichtigkeit, die mir diese feste Basis gibt. Auch wenn so mancher Sturm vorbeizieht, gibt es dabei eine unerschütterliche Festung, die Schutz, Halt und Geborgenheit bedeutet.

Deshalb errichte ich heute in Anlehnung an eine Idee aus dem Buch „Achtsam durch die Rauhnächte“ von Maren Schneider ein Ahnentischchen als Symbol für meine eigenen Wurzeln. Wenn es bei euch nicht die Familie, sondern vielleicht eher die Freunde sind, dann wandelt diese Idee einfach nach euren Vorstellungen, die euer Herz ansprechen, ab.

Für mein Ahnentischchen nutze ich dieselbe Schale, die auch schon als Füllschale zum Einsatz kam. Darauf drapiere ich verschiedene Dinge, die das sich wandelnde und dabei gleichzeitig feste Band der Familie symbolisieren. Da gibt es zum Beispiel einen Bergkristall und eine Kette – beides Erbstücke. Dinge mit ideellem Wert und mit symbolischer Kraft, vielleicht kommen auch Fotos dazu. Außerdem darf natürlich eine Kerze nicht fehlen.

Ist mein Ahnentischchen errichtet, entzünde ich zum einen die Kerze und räuchere außerdem mit einer Mischung aus Myrrhe und Fichtennadeln aus meiner Räucherbox von Grüne Erde. Gedanklich widme ich mich unter anderem den vielen starken Frauen, die es in meiner Familie bisher gab und gibt, aber auch den kreativen Kräften, die in meiner Familie zu finden sind und sich von Generation zu Generation individuell, aber dann auch wieder in ähnlichen Aspekten äußern. Ich mache mir bewusst, dass der Lauf der Zeit keine Bedrohung, sondern eine Chance darstellt und dass Wandel in der Natur der Dinge (und der Natur selbst) liegt.

Mit viel Liebe im Herzen geht es auf die morgige Rauhnacht zu, wenn sich das 12. Türchen des Rauhnachts-Kalenders öffnet.

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